Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche – Kritik aus Spanien und Portugal an Griechenland

Die Financial Times berichtet (im Abonnement), dass die Kritik aus Spanien und Portugal an der Haltung der neuen griechischen Regierung immer lauter wird. Alexis Tsipras, der griechische Ministerpräsident, soll gar auf einer Rede am Wochenende von einer „anti-griechischen Achse Madrid-Lissabon“ gesprochen haben.

Dazu passt, dass der spanische Finanzminister Luis de Guindos (der als aussichtsreicher Kandidat für die Führung der Eurogruppe gehandelt wird) laut der Zeitung gesagt hat, „Griechenland wird den Euro nicht verlassen. … Für Griechenland gibt es keine Alternative zur europäischen Solidarität.“

Wenn das keine Drohung ist! Er meint sicherlich, es gebe keine Alternative zur Austeritätspolitik. Wenn Griechenland es tatsächlich schaffen würde, Alternativen zu dieser Politik zu entwickeln, die übrigen Europäer dem zustimmten und sich dann auch noch erste wirtschaftliche Erfolge eines Kurswechsels einstellten, wäre das natürlich eine politische Katastrophe für die spanische Regierung unter Ministerpräsident Rajoy. Jeder Spanier würde sich fragen, warum denn die eigene Regierung nicht auf einen besseren Dreh aus der Krise raus gekommen ist, warum sie sich stattdessen dem Diktat aus Brüssel gebeugt hat und auch bei permanent versprochenen, aber leider ausbleibenden, für den Normalbürger spürbaren Erfolgen weiter auf das gescheiterte Austeritätskonzept gesetzt hat. Solche Fragen wären Wasser auf die Mühlen von Podemos, [...]

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