Archiv flassbeck-economics | 30.04.2015 (editiert am 25.05.2016)

Irrlichternde Nordlichter – Schweden, Dänemark und Finnland finden keinen Weg aus der Rezession (Teil 1)

Die nordischen Staaten gelten häufig als Vorbilder. Die einen verweisen darauf, dass diese Länder wirtschaftlich erfolgreich sind und dennoch für einen vernünftigen sozialen Ausgleich sorgen. Die anderen heben hervor, dass gerade diese Länder in den letzten Jahren erhebliche „Strukturreformen“ durchgeführt hätten und heute nicht mehr die „vorbildlichen Wohlfahrtsstaaten“ seien, die sie einst gewesen sind.

Wir betrachten Schweden, Dänemark und Finnland, lassen aber Norwegen außen vor, weil es ein Ölexportland ist und daher besondere Bedingungen aufweist, die zu analysieren den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Es zeigt sich, dass die skandinavischen Länder in den letzten Jahren keinen Weg gefunden haben, mit den besonderen Bedingungen der Nach-Krisenzeit fertig zu werden.

Interessant ist insbesondere, dass alle drei Länder zur Gruppe der Länder gezählt werden müssen, die hohe Leistungsbilanzüberschüsse aufweisen, also in der Vergangenheit versucht haben, ihre Probleme über eine Unterbewertungsstrategie zu lösen. Finnland verzeichnet zwar seit einigen Jahren ein kleines Defizit in der Leistungsbilanz, aber seine wichtigsten Politiker benehmen sich in den Verhandlungen der Eurogruppe über die Probleme der südeuropäischen Länder immer noch so, als sei das Land ein Überschussland. Das ist ein fataler Irrtum. Aber auch Schweden und Dänemark müssen sich quasi neu erfinden und eine realistische Wirtschaftspolitik, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Abonnieren

Anmelden