Archiv flassbeck-economics | 18.05.2015 (editiert am 25.05.2016)

Europäische Konjunktur: Kein Ende der Stagnation, Teil 2

Im ersten Teil haben wir gezeigt, dass von einer Belebung der Konjunktur in Europa nicht die Rede sein kann. Die Industrie verharrt weitgehend auf der Talsohle. Wir wollen in diesem zweiten Teil auf die Bauwirtschaft und den Einzelhandel eingehen, bevor wir in einer wirtschaftspolitischen Schlussfolgerung fragen, was eigentlich Maßnahmen sind, die die Konjunktur anregen können. Man muss in diesem Zusammenhang fragen, warum all die viel beschworenen „Strukturreformen“ eigentlich nicht einmal in den nordeuropäischen Ländern wirken, die doch steif und fest behaupten, man müsse nur „reformieren“ und dann käme das Wachstum von ganz alleine.

Bei der Bauproduktion hat sich im Februar für die EWU insgesamt (für März liegen erst Daten für einige Länder vor) praktisch keine Änderung ergeben (Abbildung 1). Seit Ende 2012 liegt die Bauproduktion schon auf diesem Niveau. In Frankreich war auch der März wieder schwach, in Deutschland gab es eine leichte Aufwärtsbewegung.

Abbildung 1

Bild1

In Südeuropa ist das Bild in Italien und Portugal immer noch von Schwäche geprägt, nur in Spanien läuft es etwas besser (Abbildung 2). Nachdem die Produktion dort, gemessen an dem hier gezeigten Index, von 180 auf unter 80 gefallen war, ist sie seit Ende 2013 ohne große Dynamik auf etwas über 90 gestiegen. [...]

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