Der "griechische Aufschwung" in den deutschen Medien

Wie alle durch die deutschen Leitmedien gut informierten Menschen wissen, hat es in Griechenland im zweiten Halbjahr 2014 einen Aufschwung gegeben, der durch die im Januar 2015 gewählte linke Regierung in Athen abgewürgt wurde. So ist es jedenfalls Blättern wie der WELT oder der FAZ zu entnehmen, die man sich kaufen kann, die man sich aber nicht kaufen muss. So hört man es jedoch auch von einem mit Gebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen Sender wie dem Deutschlandfunk (DLF), von dem der Normalbürger gerade wegen der Finanzierung durch Zwangsabgaben eine gewisse Objektivität in der Berichterstattung erwartet. Im DLF führten u.a. in den letzten Tagen zwei Redakteure Interviews zum Schuldenstreit zwischen den „Institutionen“ und Griechenland mit folgenden Zwischentexten:

„[U]nd vor allen Dingen wurde der Wachstumskurs der vergangenen Regierung innerhalb weniger Monate völlig zunichtegemacht“, so Tobias Armbrüster im Gespräch mit Sven-Christian Kindler. Sven-Christian Kindler antwortete darauf: „Ich glaube nicht, dass die alte Regierung auf einem richtigen Wachstumskurs war.“ Und Peter Kapern ließ sich gegenüber Hans-Werner Sinn so vernehmen: „Gleichwohl muss man ja sagen, dass bis zum Amtsantritt von Alexis Tsipras, Herr Sinn, die griechische Wirtschaft ja doch wieder auf einen Wachstumskurs gegangen war, gekommen war, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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