Ifo-Index bestätigt unsere Konjunktureinschätzung

Gerade melden die Medien, dass der ifo-Index im Juni stark gesunken ist (siehe Bild unten mit dem neuen Wert). Das muss man sich vorstellen: Die „vor Kraft strotzende deutsche Wirtschaft“ (so das Handelsblatt noch am 5.6., wir haben in unserem Konjunkturbericht, Teil 1 darauf verwiesen) steht vermutlich vor einem erneuten Rückschlag, zumindest muss sich die Industrie auf eine fortgesetzte Stagnation einstellen. Die ifo-Forscher selbst hatten noch vor einer Woche ihre Prognose für das laufende Jahr von 1,5 Prozent BIP-Wachstum auf 1,9 Prozent angehoben mit der Begründung „Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit in einem kräftigen Aufschwung“.

ifojuni

Wie schon 2012 deutet sich jetzt an, dass es eine Abschwächung geben könnte. Gerade haben Deutschlands Konjunkturbeobachter jubilierend verkündet, die Schwächephase des Vorjahres sei überwunden und einem anhaltenden Aufschwung stünde nichts mehr im Weg, da stimmt es schon wieder nicht mehr. Diese Umfrage bei der deutschen Wirtschaft bestätigt damit den Stagnationsmodus, den wir hier aus vielen Gründen bei der gegenwärtigen Wirtschaftspolitik für unvermeidlich halten.

Aber das wird die deutschen Jubeljournalisten sicher nicht davon abhalten, in den nächsten Wochen beim geringsten Anzeichen nach oben wieder ihre Jubelarien anzustimmen. Übrigens steht das Ergebnis von ifo in krassem Gegensatz zu den Stimmungsindikatoren von MARKIT (vor allem des PMI – des Purchasing Manager Index -, [...]

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