Archiv flassbeck-economics | 09.06.2015 (editiert am 01.12.2016)

Wachstum und Entwicklung für immer? – Einstiegsinterview Teil 1

flassbeck-economics startet hiermit eine neue Serie von Artikeln, die sich mit den Veränderungen befasst, die man in einem prinzipiell marktwirtschaftlich organisierten System braucht, um die Grenzen, die von einem begrenzten Planten und von der Natur im weitesten Sinne gesetzt werden, nicht zu überschreiten. Zum Einstieg bringen wir, in zwei Teilen, ein längeres Interview mit Gregor Czisch, einem Experten für erneuerbare Energien. Die Fragen stellten Richard Senner und Stefan Dudey.

Die Versorgung mit erneuerbaren Energien in Deutschland, Europa und darüber hinaus

Herr Czisch, Ihre Doktorarbeit „Szenarien zur zukünftigen Stromversorgung, kostenoptimierte Variationen zur Versorgung Europas und seiner Nachbarn mit Strom aus erneuerbaren Energien“ wurde Anfang 2005 ausgelegt, nachdem sie schon in 2001 einzelne Szenarien vorgelegt hatten. Ausgangspunkt ihres Buchs sind zwei einfache Überlegungen: Fossile Energieträger sind endlich, und sie tragen zur CO2-Emission bei. Hier setzt unsere erste Frage an: Sind wir seit den Veröffentlichungen in Deutschland und weltweit vorangekommen beim Versuch, den Anteil fossiler Energien zu reduzieren?

Es ist durchaus als Fortschritt zu sehen, dass die Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland und weltweit zugenommen hat. Auch der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch hat deutlich zugenommen. Vom Basisjahr für die meisten CO2-Senkungsziele der Nationen, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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