Archiv flassbeck-economics | 13.07.2015 (editiert am 20.07.2016)

Die Staatsschuldenkrise – eine Fata Morgana

Die deutsche Bundesregierung hat die „enorme Verschuldung“ der öffentlichen Haushalte als das primäre Problem einer zukunftsfähigen Wirtschaft ausgemacht und propagiert daher als vorrangiges fiskalpolitisches Ziel die sogenannte Schwarze Null. Aus dieser Sicht ist es erstrebenswert, dass der Staat Defizite und eine daraus resultierende steigende Verschuldung öffentlicher Haushalte vermeidet.

Die Sicht des Bundesfinanzministeriums, die auch in der Wissenschaft von vielen geteilt wird, besteht [] darin, dass solide Staatsfinanzen das Vertrauen der privaten Wirtschaft stärken und so Investitionen und Wachstum fördern.( hier)

Um das Vertrauen der Wirtschaft zu gewinnen und damit eine wirtschaftliche Wachstumsdynamik nachhaltig in Gang zu setzten, ist es nach Ansicht von Wolfgang Schäuble sogar notwendig, die Staatsschuldenquoten in nahezu allen Ländern der EU drastisch zu reduzieren.

Aber auch viele Kritiker der in Europa verfolgten Austeritätspolitik erkennen an, dass die Verschuldung von Staaten natürliche Grenzen hat. So lesen wir in einem Papier, dessen Ko-Autor der ehemalige Chefvolkswirt der Syriza und bekennende Marxist John Milios ist, dafür die folgende Erklärung:

In a typical case of an economy with high but sustainable sovereign debt, economic policy should at least preclude (in the medium term) its further increase [ [...]

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