Archiv flassbeck-economics | 18.09.2015 (editiert am 25.05.2016)

Die Europäische Konjunktur im Herbst 2015: Das endlose Debakel des Wolfgang Schäuble (Teil 2)

Wolfgang Schäuble kann sich freuen. Er hat jetzt einen neuen Bruder im Geiste in Brasilien (dafür einen weniger in Europa, dazu weiter unten mehr). Ich hatte vergangene Woche (hier) schon darauf hingewiesen, dass der brasilianische Finanzminister, Joaquim Levy, einer der ganz hartgesottenen Sparer ist. Mitten in der tiefsten Rezession, die das Land seit mehr als einem Jahrzehnt erlebt, hat dieser Finanzminister jetzt ein Sparprogramm durchgesetzt (hier beschrieben), um die Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen. Das Land hat ohnehin zu hohe Zinsen, nun noch eine restriktive Haushaltspolitik und kann folglich nur darauf hoffen, dass die starke Abwertung der Währung dazu führt, dass sie den Nachbarn ein Stück Wachstum abjagen können. Willkommen im Tollhaus!

In Deutschland sieht man die Spuren der Entwicklungsländerkrise vermutlich schon in den ersten Indikatoren, denn trotz der starken Abwertung des Euro sind die Auftragseingänge aus dem Ausland jenseits der Eurozone (die grüne Linie in Abbildung 1) nicht mehr gestiegen. Im Juli gab es hier sogar einen starken Einbruch.

Abbildung 1

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Insgesamt gesehen war der Auftragseingang im Juli leicht abwärtsgerichtet, aber im Inland gab es – nach einem starken Einbruch zuvor – einen kräftigen Zuwachs beim Maschinenbau. [...]

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