Eine heftige und grundsätzliche Euro-Diskussion im August – weniger wichtig, aber doch erwähnenswert

Das Problem Griechenland ist aus den Schlagzeilen verschwunden, wird mit den Wahlen am 20. September aber wieder für kurze Zeit neu an Aktualität gewinnen. Das Ergebnis der Wahl ist allerdings ohne Bedeutung, weil inzwischen ja die Troika die Macht in dem Land an sich gerissen und detailliert aufgelistet hat, was jede dort gewählte Regierung zu tun und zu lassen hat. Niemand kann hinterher, wenn es dann schief gegangen ist, sagen, es wären wieder die unfähigen Griechen gewesen, die eine erneute Rezession herbeigeführt haben.

Derweil führt die Linke in Deutschland einen erbitterten Kampf um die richtige Position hinsichtlich eines möglichen Ausstiegs eines Landes aus der Währungsunion. Dazu werden wir sicher noch viel sagen und ich will mich heute nur ganz kurz einmischen.

Zunächst fand ich erstaunlich, dass die wenigen progressiven deutschen Journalisten oder zumindest die, die man allgemein dafür hält, plötzlich Milton Friedman entdeckten. Thomas Fricke (zweiwochenweise in der SZ schreibend) und Mark Schieritz (ZEIT) haben wohl eine gemeinsame Lesestunde gemacht und festgestellt, dass der Urvater des Monetarismus das grausige Ende der Europäischen Währungsunion vorhergesagt hat. Das klingt bei den beiden dann so, als ob die Entscheidung, die Wechselkurse in Europa zu fixieren, der entscheidende Fehler gewesen sei. [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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