Archiv flassbeck-economics | 09.09.2015 (editiert am 25.05.2016)

Für einen Bankensektor im Interesse der Allgemeinheit

Fabio de Masi von der LINKEN, Philippe Lamberts von den belgischen Grünen und Marco Zanni von der italienischen 5-Sterne-Bewegung, alle drei Mitglieder des Europäischen Parlaments, schreiben in einem Gastkommentar für die Frankfurter Rundschau (FR), dass die „Mehrheit der europäischen Politiker der Europäischen Union dabei ist, die wichtigste Reform der Europäischen Union (EU) zu begraben: eine Trennung riskanter Kasinogeschäfte von seriösem Kredit- und Einlagengeschäft“.( hier)

Dass ist wahrlich Grund genug – wie sie gleich zu Beginn ihres FR-Artikels ankündigen – Alarm zu schlagen. Aber, wie im folgenden zu zeigen sein wird, ist die von ihnen kurz skizzierte Trennung von Bankaktivitäten zwar notwendig, aber keineswegs ausreichend, um den Bankensektor so zu reformieren, dass er – wie von den drei Autoren gefordert – sicherstellt, dass Banken im „Interesse der Allgemeinheit und der Realwirtschaft“ agieren.

Erinnern wir uns: Der Finanzcrash im Jahre 2008 hatte auch bei den Eliten der Bankwirtschaft zu Irritationen und erstaunlichen Einsichten geführt, wie das folgende Zitat von Josef Ackermann, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, aus dem Jahre 2011 belegt:

Wir müssen nach meiner Überzeugung unsere gesamte Tätigkeit in allen Bereichen noch einmal gründlich daraufhin überprüfen, [...]

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