Weltfremde Ausstiegsgegner

Ein Gastbeitrag von Gregor Czisch

(von mir wird es dazu morgen eine explizite Stellungnahme geben)

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, Michael Schlecht, schreibt in seinem Beitrag vom Mythos Euro (eine kürzere Fassung davon wurde in der FR abgedruckt – hier zu finden): „Der Ausstieg aus dem Euro, der „Grexit“, wäre eine noch größere Katastrophe für das griechische Volk als das jetzige Memorandum. Wer das nicht einsieht, sollte zumindest akzeptieren, dass die Mehrheit in Griechenland den Ausstieg fürchtet und im Euro bleiben will.“ Diese Art der Auseinandersetzung reiht sich in die Art einiger jüngerer Beiträge zur Debatte (wir haben hier auf einige Papiere verwiesen), die sich einer Diskussion um einen Plan B (und C …) verweigern, und es ist arrogant und diffamierend.

Schlecht arbeitet mit – mindestens – drei Unterstellungen. Er unterstellt, diejenigen, die über den Ausstieg aus dem Euro nachdenken, sie

  • würden die ökonomischen Ursachen für die Misere nicht verstehen,
  • wären nicht bereit, sich für eine Abkehr von der verursachenden Politik in Deutschland einzusetzen
  • und implizit, sie würden primär national denken.

Arrogant ist das, [...]

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