Deutsche Konjunktur "bleibt aufwärtsgerichtet", wenn auch kurz mal im Ferienmodus?

Der Auftragseingang in der deutschen Industrie ist im August real um 1,8 % gesunken, meldet das Statistische Bundesamt. Für Juli wurde der Wert von -1,4 % auf -2,2 % nach unten korrigiert (vgl. Abbildung 1).

Abbildung 1

Abb 1 AE insg

Das Bundeswirtschaftsministerium kommentiert die Zahlen zum Auftragseingang u.a. mit dem Satz: „… der Rückgang im August [ist] durch Ferieneffekte überzeichnet. Die Auftragseingänge aus dem Inland sind weiterhin moderat und die aus dem Euroraum deutlich aufwärtsgerichtet. Die Impulse aus dem Nicht-Euroraum erscheinen gegenwärtig weniger verlässlich.“

Hier meine Übersetzung in Klartext: Die Auftragseingänge aus dem Inland dümpeln seit Monaten – also auch seit Nicht-Ferienmonaten – vor sich hin. Sie sind aktuell wieder auf ein Niveau gesunken, das dem Durchschnitt der letzten zwei Jahre entspricht. Die fragile kleine Aufwärtsbewegung, die sich von Mitte 2014 bis Anfang 2015 abzeichnete, ist vollkommen verschwunden. Die Bestellungen aus dem Ausland sind seit zwei Monaten rückläufig. Sie unterschreiten damit inzwischen das Durchschnittsniveau der letzten zwei Jahre. Beides zusammen genommen ergibt einen seit über einem Jahr stagnierenden Auftragseingang in der deutschen Industrie.

Betrachtet man die Aufträge aus dem Ausland getrennt nach solchen aus dem Euroraum und solchen aus dem Nicht-Euroraum (vgl. [...]

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