Archiv flassbeck-economics | 02.10.2015 (editiert am 25.05.2016)

Die vielen Dimensionen des Umweltschutzes – ein Irrgarten ohne Ausweg?

Einerseits ist den meisten Menschen in unserem und manchen anderen Ländern klar, dass die Vorräte an Kohle, Öl und Gas, die unser Planet noch bietet, besser im Boden bleiben als verheizt werden sollten. Andererseits werden sie nicht im Boden bleiben, wenn wir die Dinge so weiter laufen lassen, wie sie derzeit angelegt sind. Wie kann das, was einer Mehrheit vernünftig erscheint, Realität werden? Wie kann man demokratische Mehrheiten bei uns organisieren, die das durchsetzen? Und wie soll das weltweit oder zumindest im größten Teil der Erde geschehen, wenn an vielen Orten von Demokratie nicht einmal annähernd die Rede sein kann, der Wunsch der Mehrheit von Menschen also gar nicht ausschlaggebend für das ist, was tatsächlich politisch geschieht?

Wir haben in den ersten drei Beiträgen dieser Serie bereits verschiedene Dimensionen des Themas Umweltschutz angesprochen – vom Verständnis, wie das System Marktwirtschaft sinnvoll betrieben werden könnte, über externe Effekte bis hin zu Präferenzen und Strukturwandel. Die Vielschichtigkeit des Themas erschwert eine zielführende Diskussion, weil sehr schnell aneinander vorbei geredet wird.

Ein Leser etwa schreibt uns zu Teil 3 der Serie: „… Sie [diskutieren] technische Maßnahmen zum Umweltschutz m.E. ausschließlich unter dem Gesichtspunkt des Strukturwandels (=Umverteilung vorhandener Kapazitäten), wodurch Sie auch Netto-Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze auf diesem Wege beinahe kategorisch ausschließen. [...]

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