Archiv flassbeck-economics | 20.10.2015 (editiert am 25.05.2016)

Europäische Konjunktur zum Ende des Sommers: Unübersehbare neue Schwäche-zeichen, Teil 1

Über die deutsche Konjunktur hatten wir schon berichtet (hier), so dass ich die Analyse dazu kurz machen kann: Kein Aufschwung weit und breit! Alle Hoffnung ist verflogen, dass es in diesem Jahr endlich den Durchbruch geben könnte, der einen wirklichen Aufschwung (im Gegensatz zu dem eingebildeten Aufschwung, in dem Deutschland schon lange lebt) bringt.

Die Auftragseingänge sanken im August (Abbildung 1), wobei sowohl Inlands- wie Auslandsaufträge schwach waren.

Abbildung 1

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Auch das Geschäftsklima gemessen am ifo-Index blieb flach, so dass von dem rauschenden Aufschwung nichts zu sehen ist, den ifo-Chef Hans-Werner Sinn gerne bemüht, um zu erklären, warum der Mindestlohn nicht das von ihm erwartete Mehr an Arbeitslosigkeit mit sich gebracht hat (Abbildung 2). Für den ifo-Index wie für die Auftragseingänge gilt, dass seit Anfang 2011 die Welt flach ist. Alle zwischenzeitlich gehegten Träume von einer durch „die Reformen“ angestoßenen Belebung haben sich als Illusion erwiesen. Klarer kann Wirtschaftspolitik nicht scheitern. Es gelingt ihr aber immer noch, das mit Hilfe „wohlgesonnener Medien“ zu verschleiern.

Abbildung 2

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In ganz Europa sieht es ähnlich aus. Die Industrieproduktion in der EWU war im August wiederum leicht rückläufig, [...]

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