Archiv flassbeck-economics | 16.10.2015 (editiert am 25.05.2016)

Wechselkursänderungen und der internationale Handel

Mit einer Anmerkung von Heiner Flassbeck

Der Internationale Währungsfond (IWF) hat gerade seinen jüngsten Bericht der Serie „Weltwirtschaftlicher Ausblick“ (World Economic Outlook) veröffentlicht. Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr wurde vom IWF leicht auf nunmehr nur noch 3,1 Prozent nach unten revidiert, was auch einer leichten Verlangsamung im Vergleich zum letzten Jahr entspricht. Die langsamere Wachstumsdynamik geht auf Probleme in den Schwellen- und Entwicklungsländern zurück, während sich das Wachstum in den entwickelten Ländern, darunter auch in der Eurozone, nach Einschätzung des IWF leicht verstärkt hat. Die Weltwirtschaft befindet sich im Prozess der Anpassung an niedrigere Rohstoffpreise (was auch den Titel „Adjusting to lower commodity prices“ des IWF Berichts lieferte). Neben dem Rohstoffpreisverfall haben aber auch starke Wechselkursausschläge für Unruhe und Unsicherheiten in der Weltwirtschaft gesorgt. Für 2016 erwartet der IWF dennoch eine leichte Beschleunigung des Wachstums auf 3,6 Prozent, wobei allerdings deutliche Abwärtsrisiken gesehen werden.

Der IWF-Bericht enthält ein interessantes Kapitel, das sich der Beziehung zwischen Wechselkursen und internationalem Handel widmet. Es geht darin um die Frage, ob eine Abkopplung („disconnect“) zwischen beiden stattgefunden haben könnte. Es hat in den letzten Jahren sehr große Wechselkursbewegungen gegeben. Insbesondere die jüngsten Erfahrungen Japans haben in dieser Hinsicht für Rätsel gesorgt. [...]

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