Archiv flassbeck-economics | 21.10.2015 (editiert am 25.05.2016)

Konjunktur im Spätsommer: unübersehbare neue Schwächezeichen, Teil 2

Im ersten Teil hatte ich schon gezeigt, dass die Industrieproduktion in Europa von wenigen Ausnahmen abgesehen weiter sehr schwach ist. Die Entwicklung in der Bauwirtschaft ist eher noch schwächer.

Wie Abbildung 1 zeigt, bleibt die EWU insgesamt fast auf dem niedrigen Niveau, das sie 2013 erreicht hatte. Frankreich geht stetig bergab, und auch in Deutschland sind einige hoffnungsvolle Anzeichen aus den Jahren 2013/2014 inzwischen Vergangenheit.

Abbildung 1

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In Südeuropa (Abbildung 2) bleibt es ebenfalls bei der scheinbar unaufhaltsamen Talfahrt. Die spanische Erholung ist definitiv zu Ende gegangen, Portugal und Italien sind nicht in der Lage, das Blatt zu wenden.

Abbildung 2

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Lediglich im Einzelhandel ist die Erholung intakt (Abbildung 3). In Deutschland hat sich zwar das Tempo des Anstiegs im Verlauf dieses Jahres etwas verlangsamt, aber in Frankreich expandiert der Einzelhandel seit Mitte 2014, also genau seit Beginn der Ölpreissenkung, kräftig und seither ungebrochen.

Abbildung 3

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Auch in Italien dürfte der Effekt der verstärkten Deflation im Euroraum den Realeinkommen etwas Luft verschafft haben, [...]

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