Archiv | 26.10.2015

Noch einmal: Portugal darf nicht links sein – und Polen geht nach rechts

Mein Artikel über Portugal vom vergangenen Freitag hat sehr viele Reaktionen ausgelöst. Viele Leser waren überrascht von dem Ereignis und meiner Kritik, weil die deutschen Medien dazu außer kurzen Meldungen praktisch nichts gebracht haben.

Ganz im Gegensatz zu den deutschen Medien, waren die internationalen Reaktionen, und dabei insbesondere die in Großbritannien, äußerst kritisch. Der unerhörte Vorgang ist natürlich Wasser auf die Mühlen der Euro- und EU-Kritiker. Einer der in unseren Augen profiliertesten Kritiker der Ungleichgewichte in der Eurozone und der deutschen Rolle dabei, Ambrose Evans-Pritchard, hat in einem guten und scharfen Kommentar im Telegraph praktisch die gleiche Kritik geäußert, wie ich sie in meinem Artikel hatte. Sein Artikel endet damit, dass er sagt:

„Europe’s socialists face a dilemma. They are at last waking up to the unpleasant truth that monetary union is an authoritarian Right-wing enterprise that has slipped its democratic leash, yet if they act on this insight in any way they risk being prevented from taking power.

Brussels really has created a monster.“

(Die europäischen Sozialisten stehen vor einem Dilemma. Sie müssen die Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass die Währungsunion ein autoritäres rechtsgerichtetes Unterfangen ist, das seine demokratischen Fesseln abgeworfen hat. [...]

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