Es ist paytime in Europa – Deutschland muss in der Flüchtlingskrise für seine Sünden in der Eurokrise bezahlen

Chickens come home to roost, sagt man im Englischen und man meint, dass böse Taten früher oder später zum Täter zurückkommen. So ist das in Europa in der Flüchtlingskrise. Wer auf europäischer Ebene arbeitet, merkt das offenbar eher als die nationalen Akteure. So sagt Martin Schulz von der SPD, der Präsident des europäischen Parlaments, jetzt sei „paytime“ in Europa, die anderen Länder würden die Gelegenheit der Flüchtlingskrise dafür nutzen, Deutschland etwas für sein Verhalten in der Eurokrise heimzuzahlen.

Abgesehen davon, dass das mit Martin Schulz einer sagt, der in erheblichem Maße Schuld am deutschen Verhalten ist und offenbar jetzt erst merkt, was er und andere angerichtet haben, hat er vollkommen Recht. Es ist paytime. Aber es ist nicht nur paytime, weil die anderen Länder genüsslich Deutschland etwas heimzahlen wollen, sondern es ist auch aus sachlichen Gründen eine vollkommen gerechtfertigte paytime.

Dass die Europäer alle gemeinsam in den Heimatländern der Flüchtlinge versagt haben, muss ich nicht wiederholen (hier findet sich ein Stück dazu). Dass die Flüchtlinge aber mit Deutschland vor allem das Land als Ziel ausgewählt haben, das den anderen Europäern in der Eurokrise in die Feder diktiert, was sie falsch gemacht haben, [...]

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