Euro-Sprengstoff aus Italien

Ich war am vergangenen Wochenende in Italien, um an einer Euro-Konferenz teilzunehmen. In Pescara bringt seit einigen Jahren nun schon ein sehr kluger Ökonomieprofessor, Alberto Bagnai (sein Blog – in Italienisch – ist zu finden unter goofynomics), eine beeindruckende Zahl italienischer Politiker zusammen, um über den Euro und die wirtschaftliche Zukunft Italiens zu diskutieren.

Etwa 600 Menschen quer durch fast alle Parteien, nahmen an dieser Konferenz, die von Samstag Mittag bis Sonntag Abend dauerte, teil. Obwohl Bagnai sich selbst als links bezeichnet und sich auch auf der linken Seite des politischen Spektrums engagiert, gelingt es ihm, auch die rechten Parteien nach Pescara zu holen. Am Sonntag war der Generalsekretär der Lega Nord Matteo Salvini zu einem Interview auf der Bühne. Alle Teilnehmer eint der Wunsch und der unbedingte Wille, aus der Eurozone auszusteigen.

Die Diagnosen zur Situation Italiens und zum Euro, die ich in Pescara gehört habe, gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Man weiß, dass Italien in einer extrem schwierigen, ja schier aussichtslosen wirtschaftlichen Lage ist und man erkennt sehr klar, welch großen Anteil der Außenhandel im Euroraum an der Misere hat. Und die meisten Teilnehmer in Pescara, und vorneweg Alberto Bagnai, wussten auch genau, [...]

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