Archiv flassbeck-economics | 20.11.2015 (editiert am 25.05.2016)

Europäische Konjunktur: Kein Ende der Schwächephase, Teil 2

Im ersten Teil haben wir gezeigt, dass es in der europäischen Industrie keinerlei Anzeichen für eine Belebung gibt. Aber auch die übrigen Bereiche, für die zeitnahe Daten vorliegen, sind weiter schwach. Bei der Bauproduktion in der EWU geht es sogar wieder abwärts (Abbildung 1).

Abbildung 1

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In Frankreich gelingt es trotz Nullzinsen nicht, die Talfahrt in der Bauproduktion zu beenden. Deutschland stagniert seit 2011.

In Südeuropa zeigt sich deutlich, dass bei den gegebenen Umständen nur wenige das Risiko einer großen Investition eingehen – und das genau in der Phase wo Europa massive Bauinvestitionen bräuchte, um den Flüchtlingen vernünftige Lebensbedingungen zu bieten (Abbildung 2). Aber offensichtlich gibt es genügend Leerstände, so dass neue Bauen nicht lohnt.

Abbildung 2

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Auch der Umsatz im Einzelhandel, der bisher noch recht gut lief, beginnt sich abzuflachen (Abbildung 3). In Deutschland scheint es klar, dass der einmalige Schub, den steigende Realeinkommen ausgelöst haben, wieder vorbei ist. Aber auch Frankreich schwächelte im September.

Abbildung 3

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In Südeuropa (Abbildung 4) ist überhaupt keine Besserung in Sicht. [...]

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