Friedrich-August von Hayek und seine Präsidenten

Ein „Lob der Freiheit“, wie die FAZ schrieb, gab es vergangene Woche in Freiburg, wo sich gleich drei Bundespräsidenten trafen. Roman Herzog wurde für sein Lebenswerk geehrt, Joachim Gauck, der amtierende Bundespräsident hielt die Laudatio und auch Horst Köhler war anwesend. Dazu wurde Bundesbankpräsident Jens Weidmann noch der Friedrich-August von Hayek Preis verliehen (hier). Wenn das kein präsidialer Aufmarsch für die Freiheit ist.

Roman Herzog, wir erinnern uns, war der Bundespräsident, der in Deutschland einen „Ruck“ anmahnte. Ein Ruck müsse durch die Gesellschaft gehen, sagte er Ende der neunziger Jahre, damit Deutschland in der globalisierten Wirtschaft bestehen könne (hier ein älteres Papier von mir dazu). Und tatsächlich, nachdem Rot-Grün Deutschland nach rechts gerückt hat, lief es besser. Sicher hat man das in Freiburg ausreichend gewürdigt und war sich einig, alles richtig gemacht zu haben.

Dass Horst Köhler zu solchen Veranstaltungen geht, finde ich nicht weiter erstaunlich, er hat immer auf der Seite derer gestanden, die fest und ohne viel nachzudenken daran glauben, dass das Zurückdrängen des Staates automatisch die Kräfte freisetzt, die die Marktwirtschaft erfolgreich machen (ein Blick auf das Kuratorium der Hayek-Stiftung, die diesen Preis verleiht, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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