Archiv flassbeck-economics | 06.11.2015 (editiert am 01.12.2016)

Wachstum und Entwicklung für immer? – Teil 6

Friederike Spiecker hat im letzten Teil dargestellt, dass es nicht so einfach ist, den Stand der neuesten Technik weltweit umzusetzen, so wie man es für einen effektiven Klimawandel bräuchte. Also liegt es nahe zu sagen, lasst uns doch konsequent auf Preiseffekte setzen. Preise sollen in einer Marktwirtschaft doch die Knappheit von Gütern widerspiegeln.

Nirgendwo kann das wichtiger sein als im Bereich begrenzter Rohstoffvorkommen, denn es geht ja darum, auf der ganzen Welt die Menschen anzuhalten, mit diesen auf der Erde einmaligen Bodenschätzen sorgsam umzugehen. Preiseffekte schaffen auch unmittelbar Anreize dafür, dass die Menschen ihre Intelligenz und ihre Kreativität dafür einsetzen, etwas zu schaffen, was hilft, weit über den heutigen Stand der Technik hinaus fossile Energieträger einzusparen.

Wenn es folglich gelänge, eine globale Preissteuerung durchzusetzen, die dafür sorgt, dass die Preise von Öl und Kohle im Vergleich zu heute stetig und auch im Verhältnis zu unseren Einkommen zunehmen, könnte man damit rechnen, dass wesentlich mehr Anstrengungen unternommen werden, diese Stoffe einzusparen und damit zu schonen, als es sich je aus den Vorgaben eines Staates (oder aller Staaten) sich ergeben könnte. Ein großes Potenzial an erneuerbarer Energie wird ja nicht genutzt, weil die fossilen Brennstoffe heute (und seit einem Jahr ganz besonders) immer noch sehr günstig zu haben sind. [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden