Archiv flassbeck-economics | 15.12.2015 (editiert am 25.05.2016)

Der BRICS-Blues: Auch Südafrika steckt in der brasilianischen Falle

 

Die Financial Times berichtet (hier, kostenpflichtig), der südafrikanische Präsident Jacob Zuma habe angesichts zunehmender wirtschaftlicher Schwierigkeiten den bisherigen Finanzminister entlassen und einen weitgehend unbekannten Beamten an dessen Stelle gesetzt. Der südafrikanische Rand fällt an den internationalen Devisenmärkten und das Land gerät mehr und mehr in die Falle, in der das andere große Land der sogenannten BRICS, Brasilien, schon steckt (wir haben hier und hier darüber berichtet). Eine Rezession mit allen Folgen ist in solchen Fällen nahezu unausweichlich, weil die Geldpolitik angesichts der von ihr postulierten Inflationsgefahr normalerweise die Zinsen erhöht und auch den Staat zwingt, kürzer zu treten.

Das ist tragisch, weil BRICS einmal wie ein Synonym für Erfolg klang, wie ein neuer Aufbruch aus den alten festgefahrenen Strukturen der internationalen Wirtschaftspolitik. Aber China hat aus ökonomischen und ökologischen Gründen große Schwierigkeiten, sein Wachstumstempo zu halten, Russland hat gewaltige Probleme wegen des Verfalls des Ölpreises und der westlichen Sanktionen, Brasilien kann seine inneren Strukturen nicht ändern und nur Indien scheint trotz einiger Inflationsprobleme wirtschaftlich noch stabil zu sein, wenngleich die politische Lage sehr unsicher ist.

Ich habe es schon mehrfach gesagt, dass der Kern der Probleme in diesen Ländern mit der großen Ausnahme China ist, [...]

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