Archiv flassbeck-economics | 17.12.2015 (editiert am 25.05.2016)

Europäische Konjunktur im Herbst: Verharren im Stillstand, aber keiner will es wahr haben – Teil 1

Auch der Oktober hat keinen Durchbruch bei der konjunkturellen Entwicklung in Europa mit sich gebracht. Auch für Deutschland gilt weiter, dass Stagnation die beste Beschreibung des Zustandes der Wirtschaft ist – trotz der allfälligen Jubelmeldungen, die weiter von den Medien verbreitet werden.

Wir hatten schon gesondert auf den sehr schwachen Auftragseingang bei der deutschen Industrie im September hingewiesen (hier). Im Oktober gab es daraufhin nur eine leichte Verbesserung, so dass das Gesamtbild klar ist: Die Hoffnungen auf einen Aufschwung, getragen von der Nachfrage aus dem Ausland ist passé (Abbildung 1; wir haben die Schaubilder etwas umgestellt und beginnen mit Januar 2009, damit man den aktuellen Rand besser erkennen kann).

Abbildung 1

Picture1

Der deutsche Auftragseingang insgesamt (rote Linie) liegt mit einem Indexstand von um die 110 genau auf dem Niveau, das 2011 schon einmal erreicht war. Anfang 2016 werden wir dann genau fünf Jahre der Stagnation zählen. Das ist Negativrekord, kommt aber in der Diskussion um die „Erfolge“ der Regierung überhaupt nicht vor wie man gerade angesichts der Parteitage der großen Koalition feststellen konnte. Man stelle sich vor, eine „linke“ Regierung (das ist allerdings etwas, was man sich kaum noch vorstellen kann) würde eine solche „Leistung“ abliefern, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden