Köln kommt gelegen?

Ein Beitrag unseres Lesers M. Jansen

Ein drastisches Gedankenexperiment.

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Problem folgender Art:

Sie haben dafür gesorgt und sich stark gemacht (etwa in Ihrem Verein), dass Ihre neuen, ausländischen Nachbarn und ihre Kinder ein besseres Leben (OK, nicht ganz bis auf Ihr Niveau, etwas Unterschied muss schließlich sein) führen können (die Kinder können zur Schule gehen, keiner muss mehr Hunger leiden usw.).

Immer mehr Leute aus Ihrer Umgebung finden das nicht gut. Schlimmer noch: sie geben das öffentlich bekannt; spielen z.B. über die Medien wie das Ortsblatt oder die Stadtzeitung, wo sie lesen können: Meier (so Ihr Name) wirft unser Geld (Verein) zum Fenster raus. Meier kümmert sich zuerst um Ausländer. Meier schafft Unfrieden. Auch Ihre Wiederwahlambitionen für den Vorsitz des Vereins bekommen zunehmend Kratzer. Ihre Freunde im Verein werden immer unruhiger. Sie müssen etwas ändern, so kann es nicht weitergehen. Aber ohne erkennbaren Grund einfach die eigene Linie verlassen und die Unterstützung für die neuen Nachbarn runterfahren, geht auch nicht, das wäre viel zu riskant, was sollen denn die Leute dann denken?

Täglich bekommen Sie Informationen aufbereitet. Leute aus Ihrer Umgebung durchforsten aktiv alles Verwertbare (Medien, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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