Archiv flassbeck-economics | 21.01.2016 (editiert am 25.05.2016)

Konjunktur in Europa auch im November schwach – Teil 2

Wir haben im ersten Teil gesehen, dass Europa aus seiner Stagnationsfalle nicht entkommen kann. Außer in einigen ganz kleinen Ländern gibt es nirgendwo eine Erholung der Konjunktur, gemessen an der Industrieproduktion, dem einzigen wirklich brauchbaren Indikator.

Aber auch in der Bauwirtschaft, dem zweiten Standbein konjunktureller Entwicklungen, ist im November (es liegen allerdings nicht für alle Länder die Daten für November vor) keine Aufwärtsentwicklung zu erkennen (Abbildung 1). Zwar läuft es in Deutschland etwas besser, aber in Frankreich und der EWU insgesamt bleibt immer noch Stagnation der einzig richtige Ausdruck.

Abbildung 1

Picture1

Auch in Südeuropa (Abbildung 2) ist nichts besser geworden. Spanien und Italien stagnieren bestenfalls, Portugal verzeichnet eine leichte Abwärtsbewegung auf extrem niedrigem Niveau.

Abbildung 2

Picture2

Beim Umsatz im Einzelhandel, dem dritten verlässlichen Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung, hat es zuletzt eine sehr bedenkliche Abschwächung gegeben (Abbildung 3). In Frankreich gibt es einen regelrechten Einbruch und auch in Italien schwächt sich die leichte Aufwärtsbewegung wieder ab. Deutschland erlebt zwar noch einmal eine ganz leichte Belebung, aber das reicht nicht aus, eine Abschwächung für die gesamte EWU zu verhindern. [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden