Der deutsche Überschuss im Staatshaushalt wächst und die Sorgen der Unternehmen auch – wie paradox, oder vielleicht doch nicht?

Der deutsche Mainstream ist verwirrt. Es wird gejubelt, dass der deutsche Staat endlich einen stabilen Überschuss erzielt, einen Rekordüberschuss sogar. Zur gleichen Zeit aber sind die deutschen Unternehmen massiv verunsichert, der ifo-Index fällt im Rekordtempo. „Paradox“ nennt Spiegel-Online das (hier).

Wobei paradox ja noch ein schwaches Wort ist. Ist es nicht geradezu undankbar von den deutschen Unternehmen, genau da unsicher zu werden, wo der Staat endlich das tut, was – zumindest in den Augen des ökonomischen Mainstream – Sicherheit schafft, nämlich das Ende der öffentlichen Schuldenwirtschaft?

Sicher sind es nur die Sorgen um die Weltwirtschaft, die deutsche Unternehmen temporär verunsichern. Aber auch beim Handel machen wir ja gerade keine Schulden und so versteht man nicht wirklich, warum sich selbst das nicht in einer dauerhaft guten Stimmung bei den Exporteuren niederschlägt. Rätsel über Rätsel. Da müssen wir doch noch einmal gründlich nachdenken (oder nachlesen, hier zum Beispiel oder morgen wieder), wie das alles zusammengehen kann. [...]

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