Archiv flassbeck-economics | 15.02.2016 (editiert am 25.05.2016)

Die deutsche Stahlindustrie und China – oder wie man den Bürger hinters Licht führt

Ich habe heute Mittag (um 13.15 in der Sendung Mittagsecho, aber leider nicht im Internet zu finden) dem WDR 5 ein Interview zur Stahlindustrie gegeben, wo es wieder um die vermeintlichen Dumping-Importe aus China ging. Anlass war eine Demonstration von europäischen Gewerkschaftlern in Brüssel. Schon der Bericht eines Journalisten aus Brüssel, der vor meinem Interview lief, war eindeutig auf staatstragend im Sinne der Stahlindustrie getrimmt. Und zwar auf eine Art und Weise, die wirklich nur schwer erträglich war (es lief alles nach dem Motto, was die bösen Chinesen den guten Deutschen mit ihren staatlichen Eingriffen in den Markt so antun). Der Moderator der Sendung war nach der Vorbereitung durch seinen Kollegen offenbar vollkommen fassungslos über das, was ich dazu zu sagen hatte (siehe meine Position hier) und versuchte permanent nur, mich als Gegner des Freihandels darzustellen. Es war alles in allem für die Hörer vermutlich kaum zu fassen, was da ablief.

Spontan haben mir aber mehrere Zuhörer geschrieben, wie erfrischend sie es fanden, dass sie etwas ganz anderes gehört haben, als das, was die Mainstreammedien verbreiten. Ein Hörer schrieb:

„Sehr geehrter Herr Flassbeck,

ich habe vorhin das „Mittagsecho“ auf NDR-Info gehört. [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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