EZB
Archiv flassbeck-economics | 16.02.2016 (editiert am 30.08.2016)

Die Rolle der Zentralbanken bei der Kreditvergabe

Mit einer Anmerkung von Heiner Flassbeck

Unser Artikel „Die Banken und ihre Kreditvergabe: Viel Theorie, wenig Empirie?“ (hier) und unsere dort aufgestellte Behauptung, dass Banken Geld schaffen, indem sie Kredite vergeben, ohne dabei auf die Mithilfe einer Zentralbank angewiesen zu sein, hat zu einer Vielzahl von Fragen und Einwänden geführt, auf die wir in diesem Artikel eingehen wollen.

Mindestreserven unterschlagen

Zunächst einmal ist einzuräumen, dass unsere Aussagen natürlich nicht für alle existenten oder gar alle möglichen Geldordnungen zutreffen. Denn Geldordnungen unterscheiden sich durch die sie bestimmenden Regeln. So gelten z. B. unsere Aussagen vollumfänglich nur für Geldordnungen, bei denen es keine Mindestreservepflichten gibt (wie etwa Kanada oder Großbritannien), d.h. in denen die Banken nicht für alle reservepflichtigen Einlagen einen bestimmten Betrag an Reserven auf ihrem Konto bei der Zentralbank vorhalten müssen. In einer Geldordnung, in der die Mindestreservepflicht 100% beträgt, wären unsere Aussagen über die Rolle der Zentralbank bei der Kreditvergabe nicht korrekt. Denn in diesem Fall müsste sich eine kreditgewährende Bank, die durch die Vergabe von Krediten die Konten ihrer Kunden füllen wollte, tatsächlich in gleichem Umfang zusätzliche Reserven von der Zentralbank besorgen, d.h. sich zu 100% refinanzieren. Sie könnte daher nur Kredite vergeben, die den von einer Zentralbank verlangten Bonitätsanforderungen genügten. Verlangte eine Zentralbank z.B. ein AAA Rating von Standard & Poor‘s, dann könnte eine Bank nur Kredite an Kunden geben, die diese Voraussetzung erfüllten. Da der Mindestreservesatz in der Eurozone gegenwärtig aber nicht 100%, sondern nur 1% beträgt, treffen unsere Aussagen also für 99% der in der Eurozone vergebenen Euro-Kredite zu.

Giralgeld kein „wirkliches“ Geld

Manche Leser bemängeln, dass unsere Aussage über die Geldschöpfungsfähigkeit von Banken schon deshalb falsch sei, weil es sich bei Guthaben auf Girokonten nicht um „Geld“, sondern um Forderungen auf Geld handele. Juristen, die sich mit solchen Fragen beschäftigen, stimmen dieser Interpretation meist zu. Geld sei demnach nur das vom Gesetzgeber ausgezeichnete gesetzliche Zahlungsmittel. In einer Publikation der Bundesbank lesen wir:

„Banknoten sind im Euro-Währungsgebiet das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Jeder Gläubiger einer Geldforderung muss vom Schuldner Banknoten in unbegrenztem Umfang als Erfüllung seiner Forderung annehmen []“ (Deutsche Bundesbank 2014, S. 22).

 Aus der Bundesbank-Broschüre (S. 23) erfahren wir auch, dass im

Euroraum die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken zur Ausgabe der Banknoten berechtigt“ sind und in „Deutschland die Deutsche Bundesbank das ausschließliche Recht zur Notenausgabe [besitzt].“

Einem „Ding“, das (a) einen Geldschuldner von Gesetzes wegen befugt, alle Geldschulden gegenüber einem Geldgläubiger zu begleichen, das (b) von einem Geldgläubiger zur Begleichung einer Geldschuld gesetzlich verpflichtend angenommen werden muss und das (c) von einer staatlichen Organisation emittiert wird, ist demnach unzweifelhaft die Geldeigenschaft zuzuschreiben.

Banknoten scheinen eindeutig Bedingung (c) zu erfüllen. Allerdings ergeben sich erste Zweifel, wenn man erkennt, dass die Zentralbank und auch keine andere staatliche Organisation entscheidet, ob und in welcher Menge Banknoten an wen und für welche Zwecke emittiert werden. In der oben genannten Broschüre der Bundesbank lesen wir dazu:

„Das Volumen der in Umlauf gegebenen Banknoten wird allein durch die Nachfrage bestimmt. Das heißt, die Deutsche Bundesbank zahlt alle Beträge aus, die von den Geschäftsbanken nachgefragt werden“ (Deutsche Bundesbank 2014, S. 23).

Die Ausgabe von Banknoten setzt also voraus, dass ein Kunde ein entsprechendes Guthaben auf seinem Girokonto aufweist, und Giralgeld kann, wie in unserem Artikel gezeigt, zweifellos von einer Geschäftsbank durch die Vergabe eines Kredits geschaffen werden.

Heißt dies, dass Banknoten zwar im technischen Sinne unstrittig durch die Zentralbank geschaffen und emittiert werden, dies aber letztlich nur „passiv“ entsprechend den Vorgaben und Bedürfnissen der Geschäftsbanken geschieht, d.h. dass schlussendlich die Geschäftsbanken die Ausgabe von Banknoten bestimmen? Mit dieser Frage wird keineswegs unterstellt, dass es zwischen Giralgeld und Banknoten keinen Unterschied gibt. Im Gegensatz zu Giralgeld sind Banknoten bestandssicher. Anders ausgedrückt: Beim Konkurs einer Bank ist Giralgeld in seinem Bestand gefährdet, da es als Forderung des Kunden gegenüber seiner Bank verbucht wird. Banknoten dagegen sind bestandssicher, da eine Zentralbank nicht von Insolvenz bedroht ist.

Kann man also daraus schlussfolgern, dass doch die Zentralbank – aufgrund des von ihr gewährten Bestandsschutzes – die (nicht nur im rein technischen Sinne) „wahre“ Emittentin von Banknoten ist? Leider nein. Denn tatsächlich kann man auch das Giralgeld der Banken bestandssicher machen, indem der Staat Guthaben auf Girokonten vollumfänglich garantiert. Würde man in diesem Fall davon reden, dass Giralgeld letztendlich durch den Staat emittiert wird, wenn es zunächst durch die Kreditvergabe entstanden ist? Wohl eher nicht. Banknoten erfüllen also nicht notwendigerweise Bedingung (c).

Damit nicht genug. In § 224 Abs. 3 der Abgabenordnung wird festgelegt, dass Zahlungen an die Finanzbehörden unbar zu leisten sind. Banknoten eignen sich demnach nicht dazu, Steuerschulden gegenüber dem Staat zu begleichen und erfüllen damit auch nicht Bedingung (a).

Und auch der Annahmezwang gilt nur dann, wenn die Vertragsparteien nicht die Begleichung mit einem anderen Zahlungsmittel vereinbart haben. Bedingung (b) genügen Banknoten also nur bedingt und tatsächlich spielen sie im Zahlungsverkehr nur noch eine äußerst bescheidene Rolle (siehe dazu Deutsche Bundesbank 2014, S. 56). Auch werden Kredite meist nicht in Banknoten ausgezahlt und ihre Bedienung erfolgt in aller Regel unbar.

Nun mag man den Gesetzgeber für seine offensichtlichen Inkonsistenzen tadeln, aber dennoch scheint, wenn man die Wirksamkeit der widersprüchlichen gesetzlichen Regelungen an der Praxis bemisst, kaum ein Zweifel zu bestehen, dass Banknoten ein zwar von der Zentralbank geschaffenes, aber entsprechend der Nachfrage der Geschäftsbanken in Umlauf gegebenes Zahlungsmittel sind, dessen Bestand vom Staat garantiert wird und das nur sehr eingeschränkt erlaubt, Geldschuldverhältnisse aufzulösen und damit nur bedingt Eigenschaften aufweist, die paradigmatisches Geld charakterisieren.

Giralgeld aber ist ganz ohne Zweifel das Zahlungsmittel, das allgemein zur Begleichung von Geldschulden und vom Fiskus sogar ausdrücklich nur zur Begleichung von Steuerschulden akzeptiert wird. Freilich kann man darauf bestehen, nur gesetzliche Zahlungsmittel als „Geld“ bezeichnen zu wollen. Dann muss man eben sagen, dass der Großteil des Zahlungsverkehrs nicht nur unbar, sondern sogar geldlos abgewickelt wird.

Zahlungsausgleich nicht berücksichtigt

Darum aber geht es doch gar nicht, werden viele unserer Kritiker sagen. Niemand will alleine Banknoten als Geld auszeichnen. Der Punkt ist, dass, nachdem ein Kredit vergeben wurde, das Guthaben vom Kreditnehmer dazu verwendet wird, Güter und Dienstleistungen zu kaufen. Professor Werner – und wir mit ihm – aber täten so, als ob das Geld einfach auf dem Girokonto liegen bliebe, und nur dadurch könne der Eindruck entstehen, dass Banken Geld aus dem „Nichts“ schaffen können.[1]

Nun ist wahr, dass, wenn Herr K bei seiner Bank A einen Kredit in Höhe von 10.000 Euro aufnimmt, um damit ein Auto von Herrn V zu kaufen, der sein Konto bei Bank B führt, und zwischen diesen beiden Banken nur diese eine Transaktion ausgeführt wird, Bank A sich am Ende des Tages bei der Zentralbank mit 10.000 Euro verschulden muss und Bank B bei der Zentralbank 10.000 Euro gutgeschrieben werden.[2] Ergo – so scheinen manche unserer Leser zu schlussfolgern – ist das Geld, mit dem Güter und Dienstleistungen letztlich bezahlt werden, Zentralbankgeld. Banken schöpften folglich kein Geld, sondern letztlich sei es alleine die Zentralbank, die Geld in Umlauf bringe.

Nun ist aber nicht ausgeschlossen, dass Herr K und und Herr V ihr Konto beide bei Bank A haben. In diesem Fall zahlt Herr K an Herrn V ganz ohne Zentralbankgeld einfach dadurch, dass bei Herrn K 10.000 Euro abgebucht und bei Herrn V zugebucht werden. Zentralbankgeld wird auch dann nicht benötigt, wenn sich aufgrund von anderen Zahlungen zwischen Kunden der Bank A und der Bank B die Zu-und Abflüsse zu Null addieren. Lediglich in Höhe des möglicherweise negativen Saldos einer Bank gegenüber einer anderen muss sich die „defizitäre“ Bank, wenn sie nicht selbst über entsprechende Zentralbankreserven verfügt, Reserven von einer anderen Bank oder von der Zentralbank ausleihen. Anders ausgedrückt: Die beiden beteiligten Banken ermitteln die Differenz im Zahlungsverkehr und gleichen nur diese über ihre Reservekonten bei der Zentralbank aus. Und nicht nur das: Seit geraumer Zeit sind die Banken verstärkt dazu übergegangen, sich wechselseitig Kredit zu geben, um „überflüssige“ Zahlungen (Reservetransfers) zu vermeiden (Ehnts 2015, S. 69). Zudem versuchen sie, ihre „wertvollen“ Zentralbankgeldbestände zu schonen, indem sie – wie zum Beispiel die Sparkassen oder kleinere genossenschaftliche Banken – sog. Girokreise und Zentralinstitute eingerichtet haben, bei denen die angeschlossenen Kreditinstitute Konten unterhalten, über die sie Zahlungen verrechnen. Die Behauptung, dass letztlich Güter und Dienstleistungen immer mit Zentralbankgeld bezahlt werden, ist daher wenig überzeugend.

Banken benötigen Zentralbankgeld

Ein weiterer Kritikpunkt lautet, dass unsere Darstellung letztendlich darauf hinauslaufe, dass die Zentralbank den Geschäftsbanken gar keine Liquidität (Zentralbankgeld) bereitzustellen brauche, da die Banken ja das Geld selbst „aus dem Nichts“ schaffen könnten. Hier handelt es sich offenbar um ein grundlegendes Missverständnis: Zentralbankgeld setzt sich aus den Einlagen bei der Zentralbank und dem Bargeld zusammen und kann tatsächlich nur von der Zentralbank geschaffen werden. Wozu benötigen es die Banken? Im Wesentlichen sind sie aus vier Gründen an Zentralbankgeld interessiert: Erstens müssen sie – wie bereits erwähnt – eine Mindestreserve auf ihren Konten bei der Zentralbank vorhalten, wenngleich die Bedeutung der Mindestreserveanforderungen häufig überschätzt wird. Zweitens brauchen die Geschäftsbanken Zentralbankgeld für den Zahlungsausgleich untereinander, da sie das Giralgeld anderer Banken nicht als Zahlungsmittel akzeptieren. Drittens benötigen sie Zentralbankguthaben, um dem Bargeldbedarf in der Volkswirtschaft nachkommen zu können (sie können ihre Guthaben bei der Zentralbank jederzeit in Form von Bargeld abfordern). Viertens brauchen die Banken Einlagen bei der Zentralbank, wenn sie Zahlungen an den Staat resp. die Zentralbank vornehmen müssen, beispielsweise bei Steuerzahlungen an den Staat oder beim (Rück-) Kauf von Wertpapieren von der Zentralbank etc. Zahlt etwa ein Bankkunde Steuern an den Staat, dann verringern sich in der Bilanz seiner Bank auf der Passivseite die Kundeneinlagen (= Verbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken) um die entsprechende Geldsumme und auf der Aktivseite sinken in gleicher Höhe die Zentralbankguthaben der Bank um den Betrag, der an den Staat übertragen wird. Natürlich hat insbesondere der letzte Punkt unmittelbar wenig mit der Kreditvergabe der Banken zu tun.

Liquiditätsproblem der Banken

Wenn die Geschichte so stimmt, wie kann es da sein, dass eine Bank aufgrund eines Mangels an Zentralbankreserven pleitegehen kann? Zeigt nicht das Beispiel Griechenland, dass Banken, denen die Zentralbank kein Zentralbankgeld mehr zur Verfügung stellt, illiquide werden können?

Das Argument ist zwar richtig, hat aber per se nichts mit der Kreditvergabe, sondern mit dem Zahlungsausgleich zu tun. Aufgrund der berechtigten Angst, dass ihr Geld bei griechischen Banken nicht mehr sicher ist, haben Bankkunden ihre Bankguthaben entweder in Banknoten gewechselt oder auf ein Girokonto im Ausland überwiesen. Der sich daraus ergebende negative Zahlungssaldo griechischer Banken aber musste durch Zentralbankgeld ausgeglichen werden. Diesem Ausgleich hat sich die EZB verweigert und damit eindeutig ihr Mandat verletzt, den Zahlungsverkehr im Euroraum sicherzustellen.

Fazit

Zwar spielt Zentralbankgeld eine Rolle beim Zahlungsausgleich der Banken, aber die Geschäftsbanken benötigen weder vorab Reserven oder Bargeld, um Kredite vergeben zu können, noch geht jede einzelne Überweisung ihrer Kundschaft mit einem entsprechenden Transfer von Guthaben bei der Zentralbank einher (wie das etwa die von uns kritisierte Theorie der partiellen Reservehaltung unterstellt).

Literatur:

Deutsche Bundesbank (2014): Geld und Geldpolitik, Frankfurt

Ehnts, D. (2015): Geld und Kredit: Eine €-päische Perspektive, Marburg

[1] Es ist übrigens nicht ganz korrekt, dass – wie einige Leser meinen – Professor Werner das geliehene Geld auf seinem Konto belassen habe und das Experiment damit wertlos sei. Vielmehr wurde in einer Erweiterung seines Tests die Kreditsumme auf ein anderes Konto bei einer anderen Bank überwiesen. Diese Überweisung bereitete keinerlei Probleme (vgl. Fußnote 3 in unserem Beitrag).

[2] Ganz richtig ist das freilich nicht. Der Zahlungsverkehr wird teilweise auch über Interbanken-Girokonten abgewickelt.

Anmerkung Heiner Flassbeck

Man sieht an diesem Beitrag, es hängt von der institutionellen Ausgestaltung des Geld- und Kreditsystems ab, ob die Banken einen nahezu unbegrenzten oder einen etwas enger begrenzten Spielraum haben bei der Kreditvergabe. Das ist für die praktische Politik aber viel weniger entscheidend als häufig vermutet wird. Entscheidend ist, dass der gesamte monetäre Komplex, um es einmal so zu nennen, also Zentralbank und Banken zusammen, immer bereit und in der Lage sind bei einem gegebenen (von der Zentralbank gesetzten) Zinsniveau alle Ausgaben zu finanzieren, die ein kreditwürdiger Kunde finanziert haben möchte. Es gibt dafür keine quantitative Begrenzung.

Das ist es aber, was die meisten nicht verstehen oder verstehen wollen. Wir sind nämlich fast alle aufgewachsen mit der Idee, die Geldpolitik oder das Bankensystem insgesamt sei vor allem dazu da, quantitative Begrenzungen (für die Expansion einer Geldmenge) in das marktwirtschaftliche System einzuführen, um Inflation zu verhindern. Das ist Monetarismus und der ist theoretisch unhaltbar (auch die Vertreter des Vollgeldes hängen in der Regel dieser Idee an). Praktisch hat sich daher die Steuerung einer Geldmenge zur Steuerung der Inflation als unmöglich erwiesen. Es gibt folglich keine direkte quantitative Begrenzung, sondern nur eine indirekte Begrenzung (einer Kreditexpansion z. B.) über den Zins. Zu einem gegebenen Zins wird vom monetären Komplex immer alles finanziert, was die Wirtschaft finanziert haben möchte (Kreditwürdigkeit wieder vorausgesetzt) und was das Bankensystem selbst an Tatbeständen schafft, die zu finanzieren sind (wie das weltweite Zocken).

Über Zinsvariationen versucht die Zentralbank allerdings ganz alleine, die Wirtschaft zu stimulieren und abzubremsen, wann immer es ihr aufgrund ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Dynamik geboten erscheint. Das ist jedoch mehr als fragwürdig, wenn die Zentralbank unabhängig ist. Warum sollte man in einer Demokratie einer technokratisch geführten Institution fast die gesamte Steuerung der Wirtschaft überlassen? Die Unabhängigkeit der Zentralbank war ja in den meisten Ländern – außer in Deutschland! (da war es aber auch, jedenfalls bis zum Ende von Bretton Woods, nur eine Illusion, weil de facto die amerikanische FED die globale Geldpolitik bestimmte) – das unmittelbare Ergebnis des Siegeszuges des Monetarismus, also der Vorstellung, man könne mithilfe technokratisch festgelegter Geldmengenregeln einen Automatismus schaffen, der dafür sorgt, dass eine stabile Inflationsrate erreicht wird, ohne dass die Wachstumsmöglichkeiten der Volkswirtschaft eingeschränkt werden. Mit dem Ende dieser Illusion sollte auch die unabhängige technokratische Führung der Geldpolitik ad acta gelegt werden, weil die Geldpolitik tatsächlich stärker als alle demokratisch gewählten Politiker darüber entscheidet, ob eine demokratisch gewählte Regierung wirtschaftlich erfolgreich ist oder nicht.

Ich werde das im Laufe der Woche am aktuellen Beispiel der globalen Geldpolitik noch einmal vertiefen.

 

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