Endzeitstimmung an den Börsen – globaler Bankencrash nicht ausgeschlossen

Was derzeit an den Börsen passiert, könnte man eine normale Korrektur nennen. Nach einer durch nichts gerechtfertigten Blase seit 2012 – die Börsen hatten sich völlig losgelöst von der Realwirtschaft nach oben bewegt – entweicht jetzt wie so oft mit großem Zischen die heiße Luft.

Wie dramatisch die globale Lage in der Realwirtschaft ist, zeigt sich aber unter anderem daran, dass gestern in Tokio zehnjährige japanische Staatsanleihen zum ersten Mal eine negative Rendite aufwiesen. Wenn das kein Signal an die Finanzpolitiker dieser Welt ist, dann gibt es keines mehr. Wer jetzt noch spart oder auch nur über Sparen redet, ist ein Narr. Und es werden diese Narren sein, die man verantwortlich machen muss für die Katastrophe, auf die die globale Wirtschaft zu schlittert.

Was zudem sehr nachdenklich stimmen sollte, ist die Tatsache, dass es weltweit vor allem Bankaktien sind, die diese Spirale nach unten anführen. Wir hatten ja schon vor einigen Wochen davor gewarnt (hier), dass das Geschäftsmodell der Deutschen Bank nicht haltbar ist (deren Kurs weltweit zu den größten Verlierern bei Bankaktien zählt und sich seit vergangenen September mehr als halbiert hat), es zeigt sich jetzt aber, dass nach der großen Finanzkrise von 2008/2009 die Reregulierungen bei weitem nicht hart genug waren. [...]

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