Archiv flassbeck-economics | 17.03.2016 (editiert am 25.05.2016)

Die Ungleichheit, die man heute beklagt, die war und ist gewollt

Auf den Nachdenkseiten (hier) wird heute ein Artikel aus der SZ von Marc Beise über (die aus seiner Sicht eigentlich nicht vorhandene und im übrigen unproblematische) Ungleichheit kritisiert. Das passt zu der abnehmenden Ungleichheit in der Welt, die gerade vom Wirtschaftschef der FAZ beschworen wurde (hier). Die FAZ macht sogar einen Schwerpunkt zum Thema Ungleichheit.

Offenkundig hat man in den Chefredaktionen unserer „Leitmedien“ die Parole ausgegeben, nun müsse man beim Thema Ungleichheit kräftig zulangen, damit nicht eine Schieflage entsteht und das Thema die Leute am Ende wirklich noch beeindruckt. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und vorbeugen kann bei so heißen Themen nie schaden, denn wenn das Volk erst anfängt selbst zu denken, ist es nicht mehr weit bis zur Revolution.

Das könnte allerdings im Widerspruch zu der Tatsache stehen, dass einige Zeitungen gleichzeitig ein neues Buch von Marcel Fratzscher erwähnen, der sagt, die Ungleichheit in der Volkswirtschaft koste Wachstum. Ich habe das Buch noch nicht gesehen, aber das wäre ja ein schöner Fortschritt, wenn das DIW und sein Präsident zu den Wurzeln der Arbeit des DIW zurückkehren und verstehen würden, dass die deutsche Wirtschaftspolitik mit der Agenda und den übrigen Maßnahmen zu Anfang des Jahrhunderts entscheidende Fehler gemacht hat. [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

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