Archiv flassbeck-economics | 03.03.2016 (editiert am 25.05.2016)

Hinweis auf eine Kritik an TTIP-Studien

Foodwatch hat einen kritischen Beitrag gemacht zur Rolle der „ökonomischen Wissenschaft“ bei der Begründung von TTIP (hier). Das ist sehr zu begrüßen, weil TTIP ein besonders eklatanter Fall ist, wo sich zeigt, dass entweder Gefälligkeitsgutachten gemacht werden oder, wie beim Sachverständigenrat, von vorneherein nur Meinungen durchkommen, die positiv zum Freihandel eingestellt sind.

Ich will bei der Gelegenheit noch einmal darauf hinweisen, was ich im vergangen Mai zu der Frage des Schutzes der „Investoren“ in Gastländern gesagt hatte (hier). Es ist notwendig, darauf immer wieder hinzuweisen, weil es eine vollständige Ignoranz der Mainstream-Ökonomen hinsichtlich dieser Fragen gibt. Sie wollen einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass es die Voraussetzungen für den effektiven Freihandel, auf den sie alles setzen, überhaupt nicht gibt. Dass ein Fach solche eklatanten und eindeutigen Fakten einfach ignorieren kann, zeigt, dass es eine Wissenschaft von der Wirtschaft nicht gibt, von der Ethik einer Wissenschaft in diesem Gebiet ganz zu schweigen.

Hier der Text vom Mai 2015:

„Wenn man jetzt aber glaubt, man müsse die ohnehin einseitige Machtverteilung in den Verhandlungen zwischen Regierungen und Investoren noch einmal durch ein internationales Abkommen in Richtung Investoren verschieben, dann sollte man wenigstens im Sinne des Wettbewerbs dafür sorgen, [...]

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