Archiv | 22.03.2016 (editiert am 25.05.2016)

Italien: "Sterben für den Euro" – Warum Märtyrer zu Wutbürgern werden (Teil II)

Ein Gastbeitrag von Martin Rothweiler

Italy is back

Gegen genau diese brisante Mischung aus politischem Vakuum, „technokratischem“ Versagen sowie gesamtgesellschaftlicher Desillusionierung in Euro(pa)-Fragen (siehe Teil I) ist der Sozialdemokrat Matteo Renzi im Februar 2014 angetreten. Als letzte Hoffnung des italienischen Bildungsbürgertums hat er mit einem innerparteilichem Dolchstoß – Hashtag „keine Angst Enrico!“ – seinen Parteigenossen Enrico Letta (Neffe von Gianni Letta, Berlusconis rechter Hand) aus dem Amt geschubst, um als jüngster Ministerpräsident seit Mussolini die Zügel in die Hand zu nehmen (hier). Als „Verschrotter„, der dem Volk helfen werde, die „alte Kaste“ aufzubrechen und Italien zu altem Glanz zu führen: „Italy is Back!“, jubelte Renzi. Selbst Frau Merkel erblühte bei seinem Antrittsbesuch in ungewohnter Begeisterung: „Ich bin durchaus sehr beeindruckt.“(hier).

Italiens neue Coolness“

Wie schon öfter in der europäischen Geschichte gilt auch für Italien leider der Umstand, dass der anfangs noch relativ wenig beachtete Aufstieg der rechtskonservativen Parteien, z.B. der Lega Nord von 4 % auf 16 % (hier), [...]

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