Robin Hood Reloaded

Die Figur des Robin Hood steht für den Kampf um soziale Gerechtigkeit. Seine Methode ist bekannt: Er nimmt den Reichen, um den Armen zu geben. Robin Hood erhob also eine Art Steuer für die Reichen, um seine feudale Gesellschaft etwas gerechter zu machen.

Sahra Wagenknecht hat sich mit dem folgenden auf facebook veröffentlichen Post als würdige Nachfolgerin dieser Figur erwiesen:

Sahra-Wagenknecht_cut

Auch sie will den Reichen etwas nehmen, um es den Armen zu geben. Das Ziel unterstützen wir. Man fragt sich nur, warum sie ihre Forderung nach sozialer Gerechtigkeit in einen Zusammenhang mit einem ausgeglichenen Staatshaushalt bringt.

Die Steuerpolitik ist zweifelsohne ein probates Mittel, die für marktwirtschaftlich organisierte Gesellschaften typische ungleiche Einkommensverteilung zu korrigieren. Die Frage aber, wie ein Staat seine Ausgaben für investive und konsumtive Zwecke refinanzieren kann und sollte, ist eine ganz andere Frage.

Warum sollten, wie der Post implizit fordert, die Ausgaben des Staates ausschließlich und vollständig über Steuern finanziert werden? Zumal in einer Gesellschaft wohlgemerkt, in der es (wie Heiner Flassbeck und ich hier dargelegt haben) in jedem Jahr zu einem Sparüberschuss in der Größenordnung von 150 bis 250 Milliarden Euro kommt, [...]

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