Archiv flassbeck-economics | 21.03.2016 (editiert am 25.05.2016)

Verstehen die Versicherer ihr Geschäftsmodell?

Es gibt oft erstaunliche Reaktionen aus dem Unternehmerlager, wenn es um makroökonomische Fragen geht. Aber dass die Manager großer Unternehmen ihr eigenes Geschäftsmodell nicht verstehen, ist schon verblüffend. Der FOCUS berichtet über die Munich Re, einen deutschen (Rück-)Versicherer, und über die Reaktion des Vorstandschefs Nikolaus von Bomhard auf die jüngste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB), über die wir bereits berichteten (Link). Im Text vom FOCUS heißt es (Link):

Mit scharfer Kritik bedachte von Bomhard die Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese habe verheerende Auswirkungen auf die Versicherungsbranche und die Sparer in Deutschland. Der Bundesregierung warf er vor, sie sehe tatenlos zu, wie das Vermögen der Menschen in Deutschland als Folge der Zinspolitik schwinde. Die Umverteilung, die durch die Zinspolitik ausgelöst werde, treffe vor allem die Ärmeren. „Das kann man nicht einfach laufen lassen.“ Der Manager sprach von einer „Erosion des Rechts“, die mit Händen zu greifen sei. „Was wir sehen, besorgt uns in höchstem Maße.“

Diese Äußerungen sind vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten der Ergo Lebensversicherung zu sehen, die momentan umgebaut wird und für den Konzern nicht unwichtig ist. Wie funktioniert das Geschäftsmodell einer Lebensversicherung? Das Unternehmen, [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden