Archiv flassbeck-economics | 22.03.2016 (editiert am 25.05.2016)

Zur europäischen Konjunktur am Jahresanfang 2016 – Teil 1

Ich hatte es in meinem Artikel zur „Flüchtlingsrepublik“ schon angedeutet, dass es so aussieht, als ob die ersten Auswirkungen der staatlichen Maßnahmen zur Ausstattung der Flüchtlinge mit dem Nötigsten positive Wirkungen auf die Konjunktur in Deutschland zeigten. Im Baugewerbe gibt es jedenfalls eine beachtliche Zunahme der Auftragseingänge und das besonders im Ausbaugewerbe.

Bestätigt sich diese Entwicklung in den Folgemonaten, könnte man unmittelbar erkennen wie ungleich wirksamer direkte Nachfragepolitik im Vergleich zur Geldpolitik in der derzeitigen Situation ist. Umso schlimmer ist es, dass die Bundesregierung nur millimeterweise von ihrer unsinnigen Sparpolitik abrückt. Wie nicht anders zu erwarten, hat sich auch die SPD mit einer Minimallösung für mehr heimische Nachfrage zufriedengegeben.

In der deutschen Industrie ist die Entwicklung auch im Januar verhalten gewesen. Die Auftragseingänge waren leicht rückläufig, so dass es bei der seit fünf Jahren andauernden Stagnation bleibt (Abbildung 1).

Abbildung 1

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Auch der wichtigste Umfrageindikator, der ifo-Index, hat sich erheblich abgeschwächt (Abbildung 2). Vor allem die Erwartungen der Unternehmen bezüglich der Geschäftslage in sechs Monaten sind gefallen. Auch hier Stagnation mit dem Risiko weiteren Abrutschens angesichts der schwachen globalen Lage.

Abbildung 2

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Beim Auftragseingang aus dem Ausland sind folglich auch beide Komponenten schwach, [...]

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