Handelsblatt: Höhere Mindestlöhne sind gut

Wir wollen ja nicht nur immer negativ über unsere Leitmedien berichten und ihnen jede Lernfähigkeit absprechen. Ein Leser weist darauf hin (danke dafür), dass heute im Handelsblatt (Seite 15) ein klares Bekenntnis zu höheren Mindestlöhnen (zumindest für die USA) zu finden ist.

Dort heißt es tatsächlich, man fasst es nicht: „Löhne spiegeln damit allzu oft nicht Angebot und Nachfrage wider, sondern die Machtdifferenz zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Darum haben auch die Briten ihren Mindestlohn deutlich erhöht.“

Es gibt Machtverhältnisse am Arbeitsmarkt. Bravo! Das musste einmal gesagt werden. Nun fehlt nur noch die Erkenntnis, dass sich Deutschland genau wie einige Staaten in den USA einen Mindestlohn von 15 Dollar, oder sagen wir besser 15 Euro durchaus leisten kann. Das Handelsblatt sollte mit uns zusammen eine Kampagne machen: Nix mit 8,97 Euro (die allen Ernstes von der sogenannten Mindestlohnkommission diskutiert werden), sondern ein klarer Schritt wegen der Vermachtung der Arbeitsmärkte:

15 Euro für jeden in jeder Stunde und in diesem Jahr!

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