Archiv flassbeck-economics | 12.04.2016 (editiert am 25.05.2016)

Noch mehr Sparen – und noch mehr Verschuldung!

Nach Veröffentlichung unseres Artikels „Ist Sparen ohne Verschuldung möglich?“ (Link) erreichten uns viele Zuschriften. Einige Leser dankten uns für die Aufklärung, andere suchten nach Beispielen, in denen Sparen doch ohne Verschuldung möglich ist. Aufgrund der Vielzahl von Kommentaren müssen wir uns hier auf eine kleine Auswahl beschränken, werden aber in den kommenden Wochen immer wieder Fragen aus diesen Zuschriften aufgreifen.

Ein Leser schreibt uns: „Auch wenn sicherlich der Großteil des Geldes durch Kreditvergabe entsteht, schaffen Banken auch neues Geld, wenn sie Assets mit selbstgeschaffenem Giralgeld „bezahlen“ (Wertpapiere, Sachanlagen usw.). […] Diesem Vorgang steht meines Erachtens keine Verschuldung gegenüber.“

Hier ist festzuhalten, dass alle Einlagen der Banken als Verbindlichkeiten zu den Schulden einer Bank gehören. Banken besitzen niemals ihre eigenen Einlagen, diese gehören immer anderen Wirtschaftssubjekten. Kauft eine Bank einen Vermögenswert an, so kann sie diesen tatsächlich mit selbst geschaffenem Giralgeld bezahlen, indem sie den Kaufbetrag dem Verkäufer auf dessen Konto als Sichteinlage gutschreibt. Natürlich wird die Bank dadurch nicht „reicher“, denn sie hat zwar nun den neu erworbenen Vermögenswert auf der Aktivseite ihrer Bilanz, doch steht dem auf der Passivseite (in gleicher Höhe) die Einlage des Verkäufers als Verbindlichkeit gegenüber. Es kommt damit zu einer sog. [...]

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