Archiv flassbeck-economics | 14.04.2016 (editiert am 25.05.2016)

Unverschämtes Angebot der Arbeitgeber für die Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst

Michael Schlecht, MdB und wirtschaftspolitischer Sprecher Fraktion DIE LINKE im Bundestag, weist auf ein unverschämtes Angebot der Arbeitgeber für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst hin. Ganze 0,6 Prozent Einkommenssteigerung sollen die Beschäftigten für 2016 erhalten. Auch 2017 soll es nur 1,2 Prozent Zuwachs geben. Trotz Haushaltsüberschüssen von 30 Milliarden Euro, so Michael Schlecht, wird den Beschäftigten in diesem Jahr ein Reallohnverlust zugemutet.

Michael Schlecht informiert darüber, dass DIE LINKE eine aktuelle Stunde im Bundestag zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst durchgesetzt hat. Diese wird am kommenden Freitag (15.April) von 13:55 Uhr bis 15:10 Uhr stattfinden.

Die Debatte kann im Livestream auf www.bundestag.de verfolgt oder später in der Mediathek (http://www.bundestag.de/mediathek) angeschaut werden.

Man muss sich vorstellen, dass die gleichen Leute, die lauthals über die EZB herfallen und die nicht vorhandenen Zinsen beklagen, für den öffentlichen Dienst in Deutschland Lohnerhöhungen anbieten, die eindeutig deflationär wirken werden. Ich würde allerdings anstelle der Gewerkschaften und derer, die sie verteidigen, nicht mit Reallohnverlusten argumentieren. Es muss um nominale Erhöhungen gehen, die deflationäre Ergebnisse von vorneherein ausschließen. Man sollte die zwei Prozent Inflationsziel der EZB als gesetzt betrachten und nur noch darüber verhandeln, wie weit man darüber hinausgeht. [...]

Guter Journalismus hat seinen Preis

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

Anmelden