Archiv flassbeck-economics | 06.04.2016 (editiert am 25.05.2016)

Wie die EZB neoliberale Glaubenswächter zur Weißglut bringt

Deutschland ist ein reiches Land! So zumindest verkünden es unsere Politiker landauf landab. So reich sogar, wie mit Stolz geschwellter Brust verkündet wird, dass „wir“ inzwischen keine neuen Schulden mehr machen müssen. Es wird endlich nachhaltig gewirtschaftet und das, so ist sich Bundesfinanzminister Schäuble sicher, wird das Vertrauen der „Wirtschaft stärken und so Investitionen und Wachstum fördern“ . (hier)

Verwundert ist man nur, warum man in einem so reichen Land nicht sicher stellen kann, über Brücken fahren zu können, ohne dabei sein Leben zu riskieren, (siehe dazu Heiner Flassbecks Artikel über das Saarland), warum ein botanische Garten im Eigentum einer staatlichen Universität geschlossen werden muss („die Rheinlandpfalz“ vom 31.3.2017 berichtet über diese Schließung, ebenfalls im Saarland), an Schulen „der Putz bröckelt“ (hier), in vielen Kommunen „das letzte Schwimmbad geschlossenhier) wird und Einrichtungen der öffentlichen Daseinsfürsorge aufgrund der Finanznot der Kommunen privatisiert werden müssen, obwohl sich damit nachweislich die Versorgungsqualität der Bevölkerung verschlechtert (hier ein Beispiel aus Wiesbaden) und zudem erwiesen ist, dass bei solchen Privatisierungen die „Kommunen letztlich immer drauf zahlen“ (hier). [...]

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