Bauruinen in Spanien
Finanzsystem | 29.05.2016 (editiert am 05.06.2016)

Die deutsche Lohnpolitik und die Alleinschuld

Norbert Häring hat „deutsche Keynesianer“ beschuldigt, auf der „Alleinschuld“ der Lohnpolitik zu beharren und die Bedeutung von „Kapitalströmen“ für die Eurokrise zu verkennen. Eine Replik.

Mit einer Anmerkung von Heiner Flassbeck

In seinem Beitrag vom 24. Mai 2016 geht Norbert Häring auf seinem Blog (Link) auf einen Beitrag von Paul Steinhardt (Link) ein, der wiederum einen Beitrag von Frederic Heine und Thomas Sablowski (Link) diskutiert. Es geht in deren Beitrag um die Frage, ob die deutsche Lohnpolitik oder internationale Kapitalströme für die Krise der Eurozone verantwortlich sind.

Heine und Sablowski schrieben in ihrem Beitrag:

„Der Zustrom von Kapital ist bestimmend für den Importsog und die damit verbundenen Leistungsbilanzdefizite in den Krisenländern.“

Heine und Sablowski identifizieren also eindeutig einen Schuldigen: Das Kapital. Steinhardt dagegen argumentiert „nur“, dass diese These mit der Funktionsweise des Euro-System nicht in Einklang gebracht werden kann und daher abzulehnen ist.

Häring wirft nun Steinhardt vor, nicht auf die empirischen Belege der Autoren einzugehen. Steinhardt behaupte einfach, dass deren These mit der von Hans-Werner Sinn identisch sei. Da die Sinn-These auch nach Härings Meinung nicht haltbar ist, [...]

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