Franken / Schweiz
Europa | 30.05.2016 (editiert am 08.06.2016)

Die Schweiz nach dem Frankenschock

Die Schweiz muss nach der Frankenaufwertung und anderen ökonomischen Schocks ein neues Wirtschaftsmodell finden. Die bisherigen Nischen verschwinden mehr und mehr.

Wir wollen in den kommenden Tagen die wichtigsten Aussagen der kleinen Studie zur Schweiz, die Friederike Spiecker und ich im vergangenen Jahr gemacht haben und die am 20. Mai in Bern vorgestellt wurde, in einer fünfteiligen Serie dokumentieren.

Doch zunächst will ich noch kurz auf die Reaktionen eingehen, die unser Papier in der Schweiz auslöste. In der NZZ, die von einer einstmals ernstzunehmenden Zeitung immer mehr zu einem konservativen Kampfblatt geworden ist, zog deren Autor, Hansueli Schöchli, die folgende Schlussfolgerung:

„Offenbar ist es aus Sicht der Autoren unfair, wenn man mit Lohnzurückhaltung die internationale Wettbewerbsfähigkeit steigert und die Arbeitslosigkeit reduziert.“

Ja, lieber Herr Schöchli, es ist unfair. Sie haben doch sicher öfter im Schulunterricht von ihrem Nachbarn abgeschaut und Noten bekommen, die Ihnen eigentlich nicht gehörten. Das ist unfair! Schlimmer als unfair aber ist der folgende Zusammenhang: Alle können nicht abschauen! Alle können nicht ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und alle können nicht ihre Arbeitslosigkeit exportieren. Wenn es einer dennoch tut, ist der nicht nur unfair, sondern dumm, weil er nicht begreift, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Nur für Abonnenten

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Abonnieren

Anmelden