Editorial | 27.05.2016 (editiert am 28.05.2016)

Makroskop 0

Liebe Leserinnen und Leser,

heute beginnt eine neue Art von Zeitrechnung und die Einheit heißt Makroskop. Nach vielen Monaten der Vorbereitung freuen sich Paul Steinhardt und ich, Ihnen diese Plattform für kritisches Denken vorstellen zu können.

Wenige Jahre nach der großen Finanzkrise ist die Weltwirtschaft weiterhin in einem sehr fragilen Zustand. Die EU erlebt die größte Krise ihrer Geschichte. Die politischen Strukturen, die über viele Jahrzehnte aufgebaut worden sind, werden brüchig. Die politische Rechte erstarkt im Norden und im Süden. Offenbar sind weder die nationale noch die internationale Politik den vielfältigen ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen gewachsen.

Es findet jedoch keine ernsthafte gesellschaftliche Auseinandersetzung zu diesen großen Themen statt. Die sogenannten Leitmedien decken das politische Versagen und versagen selbst bei der Aufgabe, den Bürger unabhängig und kritisch zu informieren.

flassbeck-economics und viele öffentlichen Auftritte seiner Autoren haben in den vergangenen Jahren einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, die Mythen der Vertreter fundamentalistischer Positionen auf beiden Seiten des politischen Spektrums zu entlarven und der wirtschaftspolitischen Vernunft eine Stimme zu verleihen. Mit Makroskop wollen wir diese Arbeit auf eine breitere und professionellere Basis stellen. Erst wenn es uns gelingt, viel mehr Menschen bessere Informationen, fundierte Analysen und theoretisches Hintergrundwissen zu vermitteln, [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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MAKROSKOP analysiert wirtschaftspolitisch relevante Themen aus einer postkeynesianischen Perspektive und ist damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume.

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