Archiv flassbeck-economics | 03.05.2016 (editiert am 25.05.2016)

Rekordvermögen aber der Konsum stottert

In den letzten Monaten gab es gewisse Anzeichen für eine mögliche Abkühlung des privaten Konsums der Amerikaner. Da dieser als bedeutendster Motor der US-Konjunktur auch einer der einflussreichsten Bestimmungsfaktoren der globalen Wirtschaftsentwicklung bleibt, ist das weit mehr als eine Randnotiz. Akute amerikanische Konsumschwäche wäre wohl das Letzte, was die ohnehin aufgrund vielfältiger Faktoren fragile Weltwirtschaft zurzeit vertragen könnte.

Gerade weil sich die Lage am US-Arbeitsmarkt bis zuletzt weiterhin günstig entwickelt hat, käme eine Konsumflaute eigentlich etwas überraschend. Denn eine gute Beschäftigungsentwicklung stimuliert an sich den privaten Konsum und damit die Konjunktur. Zudem lieferte parallel auch noch die Vermögenspreisentwicklung zusätzliche Konsumanreize. Sowohl die Immobilienpreise als auch die Aktienbörsen haben, von kurzen Rückschlägen wie etwa zu Anfang des Jahres abgesehen, in den letzten Jahren eine positive Entwicklung genommen. Wer sich reicher wähnt, fühlt sich für gewöhnlich auch in seiner Konsumlaune gestärkt.

Können heute also weder der Arbeitsmarkt noch die hohen Vermögenspreise das Zukunftsvertrauen der Konsumenten hinreichend bestärken und zum Geld ausgeben anregen?

Der heutige Beitrag wirft einen Blick auf die Bilanzlage der privaten Haushalte, auf die Entwicklung des Vermögens und der Schulden der amerikanischen privaten Haushalte seit der Großen Rezession.

Graphik 1: Vermögen auf Rekordniveau, [...]

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