Adler der Federal Reserve Bank in Atlanta
Amerika | 24.06.2016 (editiert am 07.07.2016)

Der starke Dollar wiegt schwer

Nach vielen Jahren des ultra-leichten Geldes scheinen viele darauf zu setzen, dass die Zinswende der Federal Reserve und die damit verbundene Dollaraufwertung den weltwirtschaftlichen Karren aus den Dreck ziehen werden. Diese Hoffnungen werden so leicht wohl nicht in Erfüllung gehen.

Der US-Dollar ist und bleibt die wichtigste Währung der Welt. Im Bretton-Woods-System der frühen Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg war er die sogenannte Ankerwährung. Die anderen Länder intervenierten am Devisenmarkt, um ihre zum US-Dollar vereinbarten Währungsparitäten zu gewährleisten. Das System fester Wechselkurse brach zwar Anfang der siebziger Jahre zusammen, aber die Vorherrschaft des US-Dollar als „Leitwährung“ der Welt ist auch bei überwiegend flexiblen Wechselkursen bis heute ungebrochen geblieben. Als Weltreservewährung macht er rund zwei Drittel der internationalen Währungsreserven aus. US-Staatsanleihen oder ein Konto bei der Federal Reserve sind schließlich wertstabiler als Gold und reichlicher vorhanden als etwaige (vermeintliche) Alternativen. Nur ein großes Land mit tiefen Finanzmärkten kann die Nachfrage der Welt nach diesem Sicherheitsservice befriedigen. Die Dominanz des Dollar bei privaten Finanztransaktionen, ob als Anlage- oder Finanzierungswährung, ist daher ähnlich groß. Und auch im internationalen Handel ist der Dollar weiterhin die Nummer eins.

Diese Bedeutung  des US-Dollar macht die Federal Reserve zur mächtigsten  Zentralbank der Welt – und begründet gleichzeitig das Konfliktpotential zwischen ihrer nationalen und globalen Bedeutung. [...]

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