Editorial | 10.06.2016 (editiert am 16.06.2016)

Halbzeit-Analyse

Liebe Leserinnen und Leser,

nach zwei Wochen Probelauf von Makroskop ist es an der Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen und Sie über unsere Einschätzung der Entwicklung zu informieren.

Sie haben es sicher an vielen Kleinigkeiten gemerkt, dass wir im „Probebetrieb“ laufen. Es gibt noch jede Menge Fehler und auch der technische Betrieb der Seite läuft noch etwas holprig. Gegenwärtig arbeiten wir daran, die Abläufe in der Redaktion zu verbessern, Programmierungsfehler auszumerzen, die Bedienung des Systems zu vereinfachen und insbesondere die Zeichnung und Abrechnung von Abonnements in das System zu integrieren.

Auch auf der betriebswirtschaftlichen Seite gibt es noch viel zu tun. Sie haben in den vergangenen zwei Wochen ja jederzeit verfolgen können, wie sich die Zahl unserer Förderer entwickelt hat. Das Gesamtergebnis ist nicht schlecht und wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mitgemacht haben. Leider aber ist es bei weitem nicht gut genug, um weiterhin mit großer Zuversicht in den Aufbau von Makroskop Arbeitskraft und Geld zu investieren.

Wir hatten mit mindestens 1200 Förderern bis 1. Juli gerechnet und liegen jetzt immer noch unter 1000. Hinzu kommt ein sehr langsamer Zuwachs in den letzten Tagen. Die Herausgeber haben bereits erheblich in den Aufbau investiert, und die Autoren leisten ihren Beitrag dazu, indem sie uns ihre Artikel unentgeltlich zur Verfügung stellen. Wir sind auch weiterhin bereit, uns unentgeltlich für Makroskop zu engagieren und auch die Aufrechterhaltung des Betriebs durch weitere finanzielle Zuwendungen zu gewährleisten.

Mittelfristig aber muss ein Unternehmen wie Makroskop seinen Betrieb aus seinen Einnahmen bestreiten können. Die Zahl der Leser auf unsere Seite lässt durchaus den Schluss zu, dass das Interesse an einer Publikation wie Makroskop prinzipiell groß genug dafür ist. Der endgültige Beweis steht aber noch aus.

Zum Beginn der Aufnahme des Normalbetriebs, den wir zum 8. Juli planen, werden auf jeden Fall nur noch Förderer uneingeschränkten Zugriff auf den größten Teil unseres Angebots haben. Alle anderen, und das sind sehr viele, werden sich dann entscheiden müssen, ob sie weiterhin lediglich Trittbrettfahrer sein wollen oder doch bereit sind, anzuerkennen, dass die Arbeit, die hinter einem Projekt wie Makroskop steht, entlohnt werden muss.

Inhaltlich haben Sie gesehen, dass Makroskop ein breites Spektrum von Themen abdeckt und alle Autoren die Kompetenz besitzen, den Leserinnen und Lesern mit kritischem Verstand bei ihrem eigenen Nachdenken zur Seite zu stehen. Dass wir hier auf dem richtigen Wege sind, bestätigen uns die Reaktionen sehr vieler Leser. Auch die Zahl der Anfragen, uns mit bestimmten Sachthemen näher zu befassen, ist sehr groß.

Doch gute Inhalte fallen nicht vom Himmel. Gute Inhalte müssen ausgedacht, recherchiert, vorbereitet und niedergeschrieben werden. Sie müssen in ein Gesamtkonzept eingepasst und geprüft werden. Die Verteilung der Inhalte muss organisiert werden, und man muss Sorge dafür tragen, dass kontroverse Fragen nicht einfach beiseite geschoben, sondern immer wieder neu und aus anderen Blickwinkeln bearbeitet werden.

All das machen wir gerne für Sie, doch auch unsere individuellen Möglichkeiten sind beschränkt und wir können auf Dauer nur erfolgreich arbeiten, wenn sich genügend Menschen – auch und gerade finanziell – für eine Publikation wie Makroskop engagieren. Wir haben und wollen keine großen dominanten „Investoren“, die unsere Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten. Aber wenn wir bestehen sollen gegen diejenigen, die mit sehr viel Geld den Status-Quo zementierende Meinungen produzieren lassen, dann kann nur mit Hilfe des „crowdfunding“, wie es im Internetdeutsch heißt, die finanzielle Basis für ein politisches Projekt wie Makroskop gelegt werden.

Daher möchten wir heute diejenigen, die bisher noch gezögert haben, Förderer von Makroskop zu werden, bitten, diesen Schritt nun zu tun und uns eine finanzielle Zuwendung möglichst in Höhe von zumindest des Preises für ein Jahresabonnement (90 Euro) zukommen zu lassen.

Alle Förderer bitten wir, in ihrem Bekanntenkreis weiter für uns zu werben und auch darüber nachzudenken, ob sie Menschen oder Unternehmen kennen, die an unserer Aufklärungsarbeit interessiert und finanziell in der Lage sind, uns als Förderer oder Sponsoren etwas stärker unter die Arme zu greifen.

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