Gebäude des Internationalen Währungsfonds
Weltwirtschaft | 08.06.2016 (editiert am 13.06.2016)

Hat der IWF aus Erfahrungen gelernt?

Gelernt hat der IWF sicherlich ein wenig aus negativen Erfahrungen, man darf daraus aber nicht ableiten, dass er seine Fehler wirklich verstanden hat und seine Politik so radikal ändert, wie es notwendig wäre.

Viele Leser haben uns gebeten, zu einer Veröffentlichung des Internationalen Währungsfonds Stellung zu nehmen, in der Mitarbeiter der Forschungsabteilung der Institution (unter dem Titel „Neoliberalism: Oversold?“) mit einigen Dogmen der Vergangenheit aufräumen (hier ist das relativ kurze Papier zu finden). In den wenigen Tagen seit Erscheinen des Papiers gab es weltweit eine enorme Resonanz, die auch bei kritischen Ökonomen von klarer Ablehnung bis zu großer Euphorie reichte.

Beides ist meines Erachtens weit überzogen. Das Papier passt durchaus in die Tradition der letzten Jahre, in denen der IWF immer wieder einmal durch eine gewisse Lernfähigkeit positiv aufgefallen ist. Markus Diem Meier hat das hier sehr gut dokumentiert und ich will und muss das nicht wiederholen. Die beiden Kritikpunkte am Neoliberalismus (Kapitalverkehrsfreiheit und Austeritätspolitik), die von den Autoren explizit erwähnt werden, sind wirklich alte Bekannte.

Auch wir haben immer wieder auf flassbeck-economics darauf hingewiesen (hier und hier zum Beispiel), dass es in dieser großen Institution durchaus vernünftige Stimmen gibt. [...]

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