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EU | 22.06.2016 (editiert am 07.07.2016)

Wenn Extremisten die Mitte bilden – Teil 2

Der Neoliberalismus schleift die Industrien samt Sozialstaat. Damit werden auch die Grundlagen einer nachhaltigen Ökonomie vernichtet. Doch die Rechte scheint das nicht weiter zu interessieren.

Großbritannien hat sich niemals von der Krise in 2008 erholt. Wie Ha-Joon Chang, ein Wirtschaftsprofessor in Cambridge, schreibt, liegt die Wurzel der ökonomischen Instabilität in der Überdehnung des britischen Finanzsektors und der Verödung der industriellen Produktion (die nur noch etwa 10% des BIP ausmacht). Chang beschreibt diese Entwicklung sehr gut. Seit der Krise ist der Wert des Pfunds um etwa 30% gefallen. Eine Abwertung in einer solchen Größenordnung müsste eigentlich zu einem Boom in der Produktion und zu einer wirtschaftlichen Expansion führen. Doch genau dies geschah nicht. Die Realwirtschaft ist so schwach, dass keine Hoffnung auf einen Aufschwung mehr besteht. Selbst mit der massiven Abwertung hat sich die britische Handelsbilanz in der Realwirtschaft (Industrieexporte minus Industrieimporte) in Proportion zum BIP kaum verändert.

Die Bedeutung der industriellen Produktion ist wiederzuentdecken

Der Niedergang der Industrieproduktion führte auch zu einer abnehmenden Wettbewerbsfähigkeit, einem Rückgang der Innovationskraft und von Qualifikation samt der Auflösung von Netzwerken, Synergien und Knotenpunkten – das meiste davon ist verloren gegangen.

Von der politischen Rechten werden diese essentiellen Fakten dennoch fast immer ignoriert. [...]

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