Soziales | 08.07.2016 (editiert am 12.07.2016)

Akkumuliert! Akkumuliert!

Jeder kennt die Oxfam-Studie zur globalen Reichtumsverteilung. Das Zynische daran ist, dass wachsende Ungleichheit von den meisten Ökonomen gewollt ist.

Oxfam legte vor einigen Wochen eine Studie mit dem treffenden Titel »An Economy for the 1 Percent« vor, die sich der Verteilung des globalen Reichtums widmet. Die Zahlen dürften mittlerweile hinlänglich bekannt sein: Das reichste Prozent der Weltbevölkerung (etwa 70 Millionen Menschen) besitzt mehr als die restlichen 99 Prozent, die reichsten 62 Personen besitzen so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit. Betrachtet man die Vermögensverteilung innerhalb der erfolgreichen Industrienationen, zeichnet sich eine ähnliche Tendenz ab (wodurch sich die Deutsche Bundesregierung im Jahre 2012 dazu genötigt sah, den jährlichen Armutsbericht ungewollt pressewirksam um einige Passagen zu verschlanken).

Die OECD veröffentlichte bereits im Jahre 2008 eine umfangreiche Studie mit dem Titel »Mehr Ungleichheit trotz Wachstum?« und beantwortete die im Titel der Studie (freilich falsch) formulierte Frage mit einem klaren »Ja«. In 25 von 30 OECD-Staaten hat die Einkommens- und Vermögensungleichheit zwischen 1985 und 2005 signifikant zugenommen (in Deutschland haben Ungleichheit und Armut im betrachteten Zeitraum so schnell zugenommen wie in keinem anderen OECD-Land). Seit dem Erscheinen von Thomas Pikettys »Das Kapital im 21. Jahrhundert« verwundern die genannten Zahlen kaum mehr. [...]

Nichts schreibt sich von allein!

Dieser Artikel ist nur für Abonnenten komplett einsehbar.

MAKROSKOP ist das Magazin einer Neuen Monetären Ökonomik und damit in Deutschland einzigartig. MAKROSKOP steht für das große Ganze. Wir haben einen Blick auf Geld, Wirtschaft und Politik, den Sie so woanders nicht finden.

Dabei leben wir von unseren Autoren – Quer- und Weitdenkern –, ihren Recherchen, ihrem Wissen und ihrem Enthusiasmus. Gemeinsam scheren wir aus den schmaler werdenden Leitplanken des Sag- und Denkbaren aus. Wir verlassen die journalistische Filterblase, in der sich viele eingerichtet haben. Wir öffnen Fenster und bringen frische Luft in die engen und verstaubten Debattenräume. Das verschafft uns nicht nur Freunde.

Wenn Sie uns gerade deswegen unterstützen möchten, dann folgen Sie einfach dem Button.

Anmelden