Theorie | 09.08.2016 (editiert am 11.11.2016)

Der Blick von oben und der Blick von unten

Wird der Blick von unten den Rechtspopulisten überlassen, dann ist die Demokratie in Gefahr. Denn der Rechtspopulismus verbindet seinen (berechtigten) Blick von unten mit einer Kritik der Demokratie und der Menschenrechte insgesamt.

Die aktuelle politische und wirtschaftliche Gesamtlage kann aus vielen Perspektiven beurteilt werden. Als Kulturwissenschaftler bin ich skeptisch, wenn eine bestimmte Betrachtungsweise als einzige Wahrheit daherkommt. Es ist von Vorteil, viele Sichtweisen einnehmen zu können. Nicht um sie zu billigen (wie im Fall der Rechtspopulisten, die ich für demokratiegefährdend erachte), sondern um besser zu verstehen, wie man eine solche Position ernsthaft vertreten kann, – um aus einem solchen Verständnis neue Ideen zu gewinnen.

Sehr vereinfacht kann die Gesellschaft „von oben“ und „von unten“ betrachtet werden. Noch vereinfachter: „von oben“ „sieht“ man als Menschen, denen es gut geht, die positiven Trends und Gesamtresultate. „Von unten“ „sieht“ man die Gesellschaft durch die Brille von Menschen, denen es nicht gut geht. Wer hat aber mehr Recht? Eins scheint klar: beide Sichtweisen können für sich „Zahlen“ und „Fakten“ in Anspruch nehmen. Beide sind empirisch unterlegt und beide können empirisch plausibel gemacht werden.

Meine Fragen: wie können im Blick von unten manche positive Trends aus dem Blick von oben anerkannt werden? [...]

Nichts schreibt sich von allein!

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